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Nachrichtenticker Teheran: Keine direkten Gespräche mit den USA
Nachrichten Politik Nachrichtenticker Teheran: Keine direkten Gespräche mit den USA
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10:28 26.01.2013
Von Deutsche Presse-Agentur dpa
Ohne die Zustimmung von Ajatollah Ali Chamenei sind direkte Gespräche zwischen den USA und Teheran nicht möglich. Quelle: Khamenei Website
Teheran

Es habe weder Gespräche mit den USA noch Anweisungen dafür gegeben. Solche Gespräche seien nur nach ausdrücklicher Anweisung des iranischen Führers Ajatollah Ali Chamenei möglich. Und die gebe es bisher nicht, sagte Chameneis außenpolitische Berater Ali-Akbar Welajati am Samstag in einem Interview der Nachrichtenagentur Mehr.

Welajati wies vehement Presseberichte zurück, wonach er selbst an über Oman vermittelten Gesprächen teilgenommen haben soll. Nach der iranischen Verfassung hat Chamenei das letzte Wort in allen politischen und strategischen Belangen.

Präsident Mahmud Ahmadinedschad hatte sich im September 2012 für direkte Gespräche mit den USA ausgesprochen, um den Atomstreit beilegen zu können. Der Westen verdächtigt den Iran, Atomwaffen zu entwickeln. Teheran bestreitet dies. Washington und Teheran unterhalten seit mehr als 30 Jahren keine diplomatischen Beziehungen.

Der iranische Atomunterhändler Ali Bagheri verlangte eine zügige Fortsetzung der Atomgespräche mit den UN-Vetomächten und Deutschland. Die Gespräche seien für den 28. und 29. Januar geplant und alle sollten sich daran halten, sagte der Vizechef der iranischen Delegation der Nachrichtenagentur Fars.

Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton hatte am Freitag mitteilen lassen, sie erwarte neue Gespräche frühestens im Februar. "Die Kontakte zur Frage, wann und wo die nächste Runde der Verhandlungen stattfinden soll, laufen noch", erklärte eine Sprecherin Ashtons. Ein EU-Diplomat sagte: "Wir waren hinsichtlich des Datums und des Ortes sehr flexibel. Wir möchten ein neues Angebot vorlegen, aber wir bekommen bisher noch keine Chance, das zu tun."

Ashton hatte mit dem iranischen Chefunterhändler Said Dschalili 2012 im April in Istanbul, im Mai in Bagdad und im Juni in Moskau verhandelt. Im September gab es ein informelles Treffen in Istanbul. Der Iran lehnt Istanbul als nächsten Gesprächsort ab und hat Kairo vorgeschlagen. Ägypten hat aber noch keine Bereitschaft gezeigt, als Gastgeber aufzutreten. Beobachter sehen in dem Streit um Ort und Datum auch Verschleppungsstrategien.

Teheran beharrt auf sein Recht zur Urananreicherung und begründet das mit dem Bedarf an Kernbrennstoff und Material für medizinische Zwecke. Die Großmächte bezweifeln den zivilen Charakter des Programms und die UN haben Sanktionen gegen den Iran verhängt. In diesem Zusammenhang streitet die Internationale Atomenergiebehörde IAEA in Wien mit Teheran um Zugang zu Militär- und Atomanlagen, um die Vorwürfe klären zu können.

dpa

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