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Niedersachsen 12.600 Bewerber ohne Ausbildungsplatz
Nachrichten Politik Niedersachsen 12.600 Bewerber ohne Ausbildungsplatz
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12:43 31.10.2013
Von Lars Ruzic
Die Lage auf dem niedersächsischen Lehrstellenmarkt hat sich für Bewerber spürbar verschärft. Quelle: dpa
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Hannover

Das sind 12 Prozent mehr als noch im Vorjahr. Dabei ist die Zahl der Bewerber insgesamt um gut 5 Prozent zurückgegangen, wie aus der am Mittwoch vorgelegten Bilanz von Arbeitsagentur und Kammern hervorgeht. „Das Angebot reicht bei Weitem nicht aus, um alle Interessierten zu versorgen“, kritisierte Arbeitsmarktexperte Lars Niggemeyer vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB).

Unterm Strich standen zwischen Ems und Elbe 65.000 Bewerbern 53.000 gemeldete Lehrstellen gegenüber. Die Zahl der Ausbildungsplätze sank dabei leicht um ein Prozent. Derzeit sind noch 2350 Stellen unbesetzt – vor allem in Branchen wie Gastronomie, Pflege und Logistik.
Das Gros der Bewerber, die ohne Ausbildungsplatz blieben, hat sich inzwischen Alternativen gesucht – weitere schulische Ausbildung, Studium oder Soziales Jahr etwa. Wirklich ohne Aufgabe stehen nur 2760 Jugendliche da – aber das sind erstmals seit Jahren wieder mehr als es noch freie Stellen gibt. Die Arbeitsagentur erklärt das unter anderem damit, dass sie berufsvorbereitende Maßnahmen jenseits der Betriebe zurückgefahren hat. Wer sich bei Branche und Ort flexibel zeige, dem könne noch bis Ende Januar eine Stelle vermittelt werden.

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Der Start in Ausbildung und Studium hat dafür gesorgt, dass die Zahl der Arbeitslosen unter 25 Jahren im Oktober deutlich zurückgegangen ist. Hier sank die Quote im Vergleich zum September von 6,2 auf 5,5 Prozent. Insgesamt zeigt der niedersächsische Arbeitsmarkt Licht und Schatten. Die Zahl der Arbeitslosen sank zwar im Vergleich zum September um 1,1 Prozent auf gut 256.500, liegt damit aber leicht über dem Vorjahresmonat. Stark angezogen hat nach den Herbstferien das Jobangebot. Die Zahl der im Oktober neu gemeldeten Stellen stieg im Jahresvergleich um 6,6 Prozent. Damit steht Niedersachsen deutlich besser da als der Bund – was laut Arbeitsagentur aber vor allem an den vergleichsweise frühen Herbstferien lag.

Insgesamt zählte die Bundesagentur für Arbeit (BA) in Deutschland 2,8 Millionen Arbeitslose, etwas weniger als im September, aber eben auch mehr als im Vorjahresmonat. „Wir rechnen auch in den kommenden Monaten mit einer stabilen Entwicklung“, sagte BA-Chef Weise. Währenddessen ist die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten auf ein neues Rekordniveau gestiegen. Im September waren erstmals mehr als 42 Millionen Menschen erwerbstätig, wie das Statistische Bundesamt mitteilte – rund 250.000 mehr als im September des vergangenen Jahres.

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