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Niedersachsen 50.000 Menschen bei Maikundgebungen in Niedersachsen
Nachrichten Politik Niedersachsen 50.000 Menschen bei Maikundgebungen in Niedersachsen
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15:07 01.05.2011
Auch in Hannover haben Menschen für „faire Löhne, gute Arbeit und soziale Sicherheit“ demonstriert. Quelle: dpa
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Das erklärte der niedersächsische DGB-Vorsitzende Hartmut Tölle bei einer Maikundgebung in Papenburg. Die Gewerkschaften begrüßten die Arbeitnehmerfreizügigkeit in Europa, betonte Tölle. Wichtig sei aber, dass sie gerecht und sozial gestaltet werde. Er forderte einen gesetzlichen Mindestlohn von mindestens 8,50 Euro pro Stunde sowie gleiche Entlohnung von Leiharbeitern und Stammbelegschaft.

Gewerkschafter forderten bei mehr als 70 Veranstaltungen landesweit zudem den Ausstieg aus der Atomkraft. „Eine sichere Lagerung von Atommüll ist und bleibt Illusion“, sagte Hans-Jürgen Urban, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall, in Braunschweig. Niedersachsen könne ein trauriges Lied davon singen, erklärte Urban und verwies auf das Atommülllager Asse II bei Wolfenbüttel. Er plädierte für den Ausbau erneuerbarer Energien. In diesem Bereich könnten bis zu einer Million neue Arbeitsplätze entstehen.

Helga Schwitzer, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall, kritisierte bei der Kundgebung in Hannover: „Dass die Reichen und Superreichen ihr Geld weiterhin höchst spekulativ anlegen können, das liegt an Versäumnissen der Politik.“ Bundeskanzlerin Angela Merkel müsse endlich „Gesetze gegen Finanzspekulation und für eine saftige Bankenabgabe“ durchsetzen. Schwitzer machte sich für soziale Gerechtigkeit stark. So seien die Einkommen der Konzernchefs 2010 um durchschnittlich 21 Prozent gestiegen, während Hartz-IV-Empfänger seit Jahresanfang lediglich fünf Euro mehr bekämen.

dpa