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Niedersachsen Alternativen zu Gorleben in Union umstritten
Nachrichten Politik Niedersachsen Alternativen zu Gorleben in Union umstritten
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14:00 14.09.2009
Die Union will offiziell bisher nur den Salzstock Gorleben zuende erkunden und auf parallele Sicherheitsvergleiche verzichten.
Die Union will offiziell bisher nur den Salzstock Gorleben zuende erkunden und auf parallele Sicherheitsvergleiche verzichten. Quelle: ddp
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„Ich finde es schwierig, etwas theoretisch zu diskutieren, wo es praktisch keinen Ansatzpunkt gibt“, sagte die für Atomfragen zuständige Vize-Fraktionsvorsitzende Katherina Reiche (CDU) der „Rheinischen Post“ (Montag). Sie kenne kein Bundesland, das bereit sei, einen Standort im eigenen Land prüfen zu lassen. Das hatten Baden-Württemberg und Bayern, wo möglicherweise taugliche Gesteinsformationen infrage kommen, bisher klar abgelehnt.

Reiche reagierte damit auf einen Vorschlag der Stuttgarter CDU-Umweltministerin Tanja Gönner, über Alternativen zu Gorleben nachzudenken. „Wir müssen uns gut überlegen, ob wir es uns leisten können, am Ende möglicherweise mit leeren Händen dazustehen“, hatte Gönner der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ gesagt. Die Union will offiziell bisher nur den Salzstock Gorleben zuende erkunden und auf parallele Sicherheitsvergleiche verzichten.

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) hat allerdings in letzter Zeit auf erhebliche rechtliche Hemmnisse für Gorleben aufmerksam gemacht und verlangt, auch andere mögliche Standorte zu suchen. Reiche sagte nun: „Ich kenne keine Option für einen anderen Standort für Abfälle aus Kernkraftwerken als Gorleben.“ Dieser Standort müsse jetzt weiter „ergebnisoffen“ erkundet werden.

lni