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Niedersachsen Atomkraftgegner besorgt um Sicherheit im Kernkraftwerk
Nachrichten Politik Niedersachsen Atomkraftgegner besorgt um Sicherheit im Kernkraftwerk
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13:03 25.07.2009
Das Anti-Atomkraft-Aktionsbündnis Münsterland ist besorgt über die Sicherheit des Kernkraftwerks Emsland.
Das Anti-Atomkraft-Aktionsbündnis Münsterland ist besorgt über die Sicherheit des Kernkraftwerks Emsland. Quelle: David Hecker/ddp
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Der Vorfall mit einem Trafoschaden erinnere „fatal an die brisanten Vorfälle im AKW Krümmel vom Juni 2007 und Juli 2009“, sagte Sprecher Matthias Eickhoff am Samstag in Lingen. Offensichtlich sei auch der Betreiber RWE nicht in der Lage, unfallfreie Transformatoren für das AKW zu verwenden. Zudem bedeute jede Schnellabschaltung eine große Belastung für einen Reaktor.

Die Abschaltung der Kernkraftwerke Emsland in Niedersachsen und Philippsburg in Baden-Württemberg am Freitag beweisen nach Ansicht von Umweltschützern zudem die Verzichtbarkeit von Atomkraft. Gegenwärtig seien 8 der 17 deutschen Atomkraftwerke vom Netz, sagte der Sprecher der bundesweiten Initiative „Ausgestrahlt“, Jochen Stay, am Samstag in Gorleben. „Wären wir für eine sichere Stromversorgung wirklich auf die störanfällige Atomtechnik angewiesen, dann sähe es jetzt schlecht aus“, fügte Stay hinzu.

Die Abschaltung des AKW Emsland wurde nach Betreiberangaben durch die Überwachungseinrichtung an einem Maschinentrafo ausgelöst. Grund für die Abschaltung eines Blocks des Kraftwerks Philippsburg war laut Betreiber EnBW die Suche nach einem möglichen Fehler im Bereich der Transformatoren.

ddp