Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Niedersachsen Auch Niedersachsen ließ in der Asse forschen
Nachrichten Politik Niedersachsen Auch Niedersachsen ließ in der Asse forschen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:54 15.08.2009
Anzeige

In dem Bergwerk hätten seit 1987 Versuche mit nichtradioaktiven giftigen Stoffen stattgefunden, berichtete die „Braunschweiger Zeitung“ unter Berufung auf Informationen der Landtags-Grünen. Danach wurden die Experimente vom Niedersächsischen Wissenschaftsministerium aus Mitteln der VW-Stiftung finanziert. Gefördert wurde eine Untersuchung zum Thema „Entwicklung von Technologien zur Endlagerung chemisch-toxischer Abfälle“.

Die Anträge seien über das Wissenschaftsministerium gelaufen, das sie habe prüfen und bewilligen müssen, sagte Grünen-Fraktionsvize Gabriele Heinen-Kljajic dem Blatt. „Weder im Status-Bericht des Landes zur Situation in der Asse von 2008 noch später hat es dazu Informationen oder Hinweise gegeben“, fügte sie hinzu. Offenbar hätten die Landesbehörden jeden Überblick darüber verloren, was in der Asse geschehen sei.

Anzeige

Die Asse war offiziell stets als Forschungsbergwerk des Bundes deklariert. Aus Briefwechseln zwischen Atomindustrie und dem damaligen Asse-Betreiber, der Gesellschaft für Strahlenforschung (GSF) geht allerdings hervor, dass der Salzstock schon seit Ende der 1960er Jahre auf Bitten der Industrie als Endlager für Atommüll genutzt wurde.

ddp