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Niedersachsen Braunschweig und Salzgitter sollen wachsen
Nachrichten Politik Niedersachsen Braunschweig und Salzgitter sollen wachsen
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21:33 04.02.2014
Von Klaus Wallbaum
Braunschweigs Oberbürgermeister Gert Hoffmann (CDU). Quelle: Archiv
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Hannover

Sollen Braunschweig und Salzgitter größer werden - zu Lasten der sie umgebenden Landkreise? Entsprechende Vorschläge haben jetzt, unabhängig voneinander, die beiden Oberbürgermeister vorgetragen. Sie reagieren damit auf die Fusionsgespräche zwischen dem schwächelnden Kreis Helmstedt und der starken Stadt Wolfsburg.

Braunschweigs Oberbürgermeister Gert Hoffmann (CDU), der in wenigen Monaten aus dem Amt scheidet, hatte seit Jahren sein Modell favorisiert, die drei Städte Braunschweig, Salzgitter und Wolfsburg mit den Kreisen Peine, Wolfenbüttel, Gifhorn, Helmstedt und Goslar zu einer einzigen Region zu verschmelzen. Jetzt räumt Hoffmann ein, die Idee sei nicht durchsetzbar - wegen der Stadt Wolfsburg, die ihren Reichtum allenfalls mit Helmstedt, aber nicht mit allen anderen Kommunen teilen wolle. Hoffmanns neues Konzept sieht nun vor, dass Braunschweig im Osten (von Wolfenbüttel und Helmstedt) und im Westen (von Peine) einige Gemeinden übernimmt. Die Stadt würde so gestärkt. Auf der anderen Seite soll es nördlich und südlich zwei vergrößerte Kreise geben - Helmstedt, Wolfsburg und Gifhorn einerseits, Salzgitter, Goslar und Wolfenbüttel andererseits. Peine könne dem einen oder anderen zugeordnet werden. In diesen beiden Kreisen sollen Wolfsburg und Salzgitter jeweils eine herausgehobene Stellung haben, aber kreisangehörig bleiben - während Braunschweig die Kreisfreiheit behielte. Zudem schlägt Hoffmann vor, die neuen Regionalvertretungen zu echten „Regierungspräsidien“ auszubauen. Wolfsburgs Oberbürgermeister Klaus Mohrs (SPD) nennt Hoffmanns neuen Plan „unausgewogen“.

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Von Hoffmann unterscheidet sich das Konzept von Salzgitters Oberbürgermeister Frank Klingebiel (CDU), der bald zur Wiederwahl steht. Klingebiel will ebenfalls nur noch zwei Kreise in der Region - mit Zentren in Gifhorn und Goslar. Daneben sollen aber Braunschweig, Wolfsburg und Salzgitter kreisfrei bleiben und neue Gebiete erhalten. Die Landesregierung hält sich in der Debatte bisher zurück. Allerdings hat der Peiner Landrat erklärt, das Land fordere schon bis Mai 2015 ein Konzept zur möglichen Fusion der Kreise Peine und Hildesheim.

Klaus Wallbaum 03.02.2014