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Niedersachsen Bremen unterzeichnet Staatsvertrag mit Aleviten
Nachrichten Politik Niedersachsen Bremen unterzeichnet Staatsvertrag mit Aleviten
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16:50 14.10.2014
Das Rathaus in Bremen. Bürgermeister Jens Böhrnsen hat am Diensag einen Staatsvertrag mit Vertretern der Aleviten unterzeichnet.
Das Rathaus in Bremen. Bürgermeister Jens Böhrnsen hat am Diensag einen Staatsvertrag mit Vertretern der Aleviten unterzeichnet. Quelle: Carmen Jaspersen
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Bremen

Der Vertrag sei ein Ausdruck gegenseitiger Wertschätzung, sagte Bürgermeister Jens Böhrnsen (SPD) am Dienstag bei einem Festakt. In Bremen und Bremerhaven gibt es etwa 10.000 meist türkischstämmige Aleviten, bundesweit sind es rund 800.000. Mit dem Vertrag werde die alevitische Gemeinde im Land Bremen den großen Kirchen und den jüdischen Gemeinden rechtlich gleichgestellt, betonte Gemeindevorstand Manuel Imam Diskaya. Durch die Unterzeichnung erkenne das Land die Arbeit der Aleviten an leiste einen wichtigen Beitrag zur Integration. Die Bremische Bürgerschaft hatte sich schon im September einmütig dafür ausgesprochen, den Vertrag zu schließen.

Auch Niedersachsen plant einen Staatsvertrag mit den Aleviten. Die Aleviten sind eine eigenständige Glaubensrichtung mit muslimischen Wurzeln, die zum größten Teil aus der Türkei stammen. Mit einem Anteil von 13 Prozent stellen sie eigenen Angaben zufolge nach den Sunniten die zweitgrößte Gruppe der in Deutschland lebenden Muslime. Bundesvorsitzender Hüseyin Mat sagte, der Vertrag räume den Aleviten in Bremen Rechte ein, die sie in ihrem Heimatland nicht hätten. Er hoffe auf ein Signal Richtung Türkei. Dort leben nach seinen Worten etwa 20 Millionen Aleviten. 

epd

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