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Niedersachsen Bürger stimmen für Erhalt von Rettungswachen
Nachrichten Politik Niedersachsen Bürger stimmen für Erhalt von Rettungswachen
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13:06 08.06.2009
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Die Kreisverwaltung wollte die Wachen in Gnarrenburg, Lauenbrück und Sottrum ursprünglich schließen und die übrigen sechs verlegen. Dem vorläufigen Ergebnis zufolge stimmten jedoch 48.130 Wahlberechtigte am Sonntag dagegen und damit 15 000 mehr als nötig.

Die drei betroffenen Wachen würden nun nicht geschlossen, sagte Landrat Hermann Luttmann (CDU) am Montag und bestätigte damit Medienberichte.

Die Bürgerinitiative, die den Entscheid mit Hilfe eines Bürgerbegehrens erzwungen hatte, sprach von einem überwältigenden Erfolg. „Damit habe ich nicht gerechnet“, sagte Kurt Buck, einer der Initiatoren. Dass sich so viele an der Abstimmung beteiligt hätten, sei vor allem der Europawahl zu verdanken.

Dem Bürgerentscheid vorausgegangen war ein umstrittenes Gutachten über die Notfall-Versorgung im Landkreis, das Verwaltung und Krankenkassen vergangenes Jahr in Auftrag gegeben hatten. Es kam zu dem Ergebnis, dass diese nicht ausreichend sei und schlug vor, die nur zeitweise besetzten Wachen in Gnarrenburg, Lauenbrück und Sottrum zu schließen. Die anderen Stationen sollten im Gegenzug verlegt werden und an den Randgebieten sollten Einsatzwagen aus den Nachbarlandkreisen die Versorgung mitübernehmen.

Das sei nun vom Tisch, sagte Luttmann. Von November an sollen an allen neun Wachen rund um die Uhr Rettungskräfte im Dienst sein. Nach Angaben von Luttmann kommen auf den Kreis dadurch jährlich 750 000 Euro an zusätzlichen Personalkosten zu. „Ich persönlich hätte das anders entschieden“, sagte der Politiker. „Aber der Bürger will das so, und das wird jetzt umgesetzt.“

lni