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Niedersachsen Bundesamt sieht Langzeitsicherheit von Morsleben gewährleistet
Nachrichten Politik Niedersachsen Bundesamt sieht Langzeitsicherheit von Morsleben gewährleistet
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17:40 21.10.2009
Auch in Zukunft werde keine Gefahr für Mensch und Umwelt vom Endlager ausgehen. Quelle: ddp
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Das sagte der Präsident des Bundesamtes, Wolfram König, am Mittwoch in Morsleben. Die Behörde plant eine weitgehende Verfüllung des stark durchlöcherten Bergwerks mit Salzbeton und zusätzliche Abdichtungen. Etliche Hohlräume sollen verfüllt werden. Bestimmte Bereiche, wie etwa jene, in denen Abfälle lagern, sowie die beiden Schächte und bestimmte Verbindungsstrecken sollen durch zusätzliche Sperren verstärkt und abgedichtet werden.

Ab Donnerstag (22. Oktober) werden die Unterlagen zur geplanten Stilllegung des Endlagers öffentlich ausgelegt. Damit trete der Betrieb der Einrichtung in eine neue Phase, sagte König. Die Entscheidung treffe letztlich das Umweltministerium von Sachsen-Anhalt.

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Bis zum 21. Dezember sind die Dokumente im Ministerium in Magdeburg, in der Außenstelle der Verwaltungsgemeinschaft Flechtingen in Erxleben und im Rathaus Helmstedt einzusehen. Außerdem stehen die Papiere im Internet zur Einsicht bereit, sagte König. Man wolle auf diese Weise eine größtmögliche Transparenz erreichen.

Das ehemalige Kali- und Steinsalzbergwerk in Morsleben ist das erste Endlager für radioaktive Abfälle, das in Deutschland nach Atomgesetz betrieben wurde. Ausgewählt und genehmigt von den damals zuständigen Behörden der DDR, ging die Zuständigkeit am 3. Oktober 1990 auf den Bund über. 1998 wurde die Einlagerung in Morsleben nach einem Gerichtsýentscheid ausgesetzt. Bis zu diesem Zeitpunkt wurden etwa 37 000 Kubikmeter schwach- und mittelradioaktive Abfälle in Morsleben eingelagert.

ddp