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Niedersachsen Steht Dana Guth aus Niedersachsen künftig an der AfD-Spitze?
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Bundesparteitag: Steht Dana Guth aus Niedersachsen künftig an der AfD-Spitze?

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18:30 21.11.2019
AfD-Landes- und Fraktionschefin Dana Guth bei einer Pressekonferenz in Hannover. Daneben der AfD-Landtagsabgeordnete Harm Rykena. Quelle: Julian Stratenschulte/dpa
Hannover

Steht künftig eine Person aus Niedersachsen an der Bundesspitze der Alternative für Deutschland (AfD)? Unmittelbar vor dem mit Spannung erwarteten Bundesparteitag der Rechtspopulisten in Braunschweig sieht es nach Kampfkandidaturen um die Ämter der beiden Bundessprecher aus. Nach HAZ-Informationen will dabei auch die niedersächsische Landeschefin Dana Guth ihren Hut in den Ring werfen. Wie es hieß, will Guth am 30. November als zweite Bundessprecherin kandidieren. Der bisherige Amtsinhaber Alexander Gauland hatte seinen Rückzug angekündigt, wird aber jetzt vielleicht doch antreten. Angeblich soll Guth aber auch bereit sein, gegen Gauland anzutreten.

Guth bestätigt Bewerbung für Bundesvorstand

Guth, die auch AfD-Fraktionschefin im niedersächsischen Landtag ist, will eine Bewerbung um den Sprecherposten auf Anfrage nicht bestätigt. „Ich kandidiere für den Bundesvorstand“, sagte sie der HAZ. In einem Schreiben an die Parteimitglieder in Niedersachsen erklärte Guth, dass sie sich nach vielen Gesprächen und „reiflicher Überlegung“ entschieden habe, in Braunschweig für einen Platz im Bundesvorstand anzutreten. „Wenn es die Chancen für unser Bundesland erhöht und den Interessen Niedersachsens dient, bin ich dazu bereit.“

Ein möglicher Gegenkandidat um den Posten des zweiten Bundessprechers könnte der sächsische Bundestagsabgeordnete Tino Chrupalla sein. Die Herkunft wäre allerdings kein Vorteil für Chrupalla, weil Guth ebenfalls aus Ostdeutschland kommt.

Kampfkandidaturen um Spitzenposten wahrscheinlich

Der bisherige erste Bundessprecher Jörg Meuthen will im Amt bleiben, ist aber in der AfD durchaus umstritten. Eine Gegenkandidatin gibt es bereits: die Bundestagsabgeordnete Nicole Höchst aus Rheinland-Pfalz. Ein weiterer Gegenkandidat könnte Armin-Paulus Hampel sein. Zumindest heißt es in Berlin, dass der frühere niedersächsische AfD-Landeschef sein Interesse signalisiert habe. Offiziell bestätigen will Hampel das nicht. Dass auch er sich für den Bundesvorstand bewirbt, ist allerdings kein Geheimnis. Das hatte Hampel bereits beim Landeskonvent der AfD angekündigt. Aus Niedersachsen wollen dem Vernehmen nach zudem Peter Würdig und Kemal Cem Yilmaz für den 13-köpfigen Bundesvorstand kandidieren.

Sollten Guth oder Hampel, die als innerparteiliche Gegner gelten, tatsächlich Bundessprecher werden wollen, wären sie aber wohl eher Außenseiter. Bei der AfD ist der Verlauf eines Parteitages und damit auch die Wahl des Spitzenpersonals indes schwer absehbar. Darauf könnten möglicherweise auch niedersächsische Kandidaten setzen.

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Von Marco Seng

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