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Niedersachsen Castor-Transport nach Gorleben verursacht Rekordkosten
Nachrichten Politik Niedersachsen Castor-Transport nach Gorleben verursacht Rekordkosten
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12:12 20.05.2011
Für dieses Jahr ist erneut ein Transport ins niedersächsische Wendland beantragt, die Genehmigung des Bundesamtes für Strahlenschutz steht aber noch aus. Quelle: dpa
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Auch für dieses Jahr wird mit einem teuren Einsatz gerechnet. Für den Castor-Transport 2011 waren ursprünglich knapp 22 Millionen Euro eingeplant. Allerdings sei nach den Erfahrungen im vergangenen Jahr mit höheren Kosten zu rechnen, berichtete das Innenministerium. Im November 2010 rollte der teuerste Castor-Transport aus dem französischen La Hague nach Gorleben. Das Land Niedersachsen dringt darauf, dass der Bund die Kosten übernimmt, die den Ländern für die Sicherung des Atommülltransportes entstehen. Beinahe alle Bundesländer hatten Polizeikräfte für den Castor-Einsatz im vergangenen November bereitgestellt. Für dieses Jahr ist erneut ein Transport ins niedersächsische Wendland beantragt, die Genehmigung des Bundesamtes für Strahlenschutz steht aber noch aus.

Die Polizei war 2010 wegen der Rekordproteste und der langen Dauer des Transports von 92 Stunden an die Grenzen ihrer Belastung gekommen. Das Innenministerium räumte ein, dass geplante Ablösezeiten für Beamte nicht immer eingehalten werden konnten und einzelne Einheiten länger als vorgesehen im Einsatz bleiben mussten. In Einzelfällen seien Polizisten bis zu 35 Stunden im Einsatz gewesen, hieß es in der Antwort des Ministeriums. Teils hätten Demonstranten die Wege der Polizisten und Versorgungsfahrzeuge blockiert. Die Polizeidirektion Lüneburg hat eine Arbeitsgruppe beauftragt, die die Probleme analysieren und Verbesserungen erarbeiten soll.

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dpa