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Niedersachsen DGB-Landeschef kritisiert Zunahme der Leiharbeit
Nachrichten Politik Niedersachsen DGB-Landeschef kritisiert Zunahme der Leiharbeit
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13:03 01.05.2013
Am heutigen 1. Mai hatten die Gewerkschaften zu mehr als 70 Kundgebungen in Niedersachsen aufgerufen. Quelle: dpa
Holzminden

Zum Tag der Arbeit hat Niedersachsens DGB-Landeschef Hartmut Tölle scharfe Kritik an der Zunahme der Leiharbeit geübt. „Mehr als jede dritte gemeldete offene Stelle in Niedersachsen ist ein Leiharbeitsjob“, sagte Tölle am Mittwoch laut Redemanuskript bei einer Gewerkschafts-Kundgebung in Holzminden. Leiharbeit boome wie nie zuvor, weil die Arbeitgeber damit die Löhne drücken könnten.

„Von gleichem Lohn für gleiche Arbeit kann keine Rede sein“, kritisierte der Gewerkschafter. Die Bezahlung von Leiharbeitern liege im Schnitt 43 Prozent unter der anderer Vollzeitbeschäftigter, kritisierte der DGB-Landeschef in seiner Rede zum Tag der Arbeit.

Beim Tag der Arbeit steht das Thema mit im Mittelpunkt: Stress bei der Arbeit gefährdet die Gesundheit. Auf dem Klagesmarkt in Hannover haben viele Menschen gegen Niedriglöhne, Altersarmut und die wachsende soziale Ungleichheit in Europa demonstriert.

Die Gewerkschaften hatten zu mehr als 70 Kundgebungen in Niedersachsen aufgerufen. Unter den Rednern sind auch VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh in Helmstedt, Verdi-Landesbezirksleiter Detlef Ahting in Hildesheim und IG Metall Bezirksleiter Hartmut Meine in Göttingen. In Delmenhorst gehört der Schauspieler Rolf Becker zu den Hauptrednern. Unter dem Motto „1. Mai - Unser Tag“ wenden sich die Gewerkschaften im ganzen Land gegen Niedriglöhne, Altersarmut und die wachsende soziale Ungleichheit in Europa.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hatte am heutigen 1. Mai im ganzen Land zu Demonstrationen und Kundgebungen aufgerufen. DGB-Chef Michael Sommer sprach am Vormittag auf der Hauptkundgebung auf dem Münchner Marienplatz. Verdi-Chef Frank Bsirske sprach in Ludwigshafen, IG-Metall-Chef Berthold Huber in Stuttgart.

In vielen Städten gibt es heute traditionelle 1.-Mai-Demonstrationen. In der Hauptstadt zum Beispiel sind mehr als ein Dutzend Demos angemeldet. Ein Einsatzschwerpunkt der Berliner Polizei ist am Abend eine Demonstration linker und linksradikaler Gruppen mit rund 10.000 Teilnehmern. In einigen Städten wollen auch Neonazis demonstrieren, etwa in Berlin und Frankfurt am Main. Gegendemos sind geplant.

dpa

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