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Niedersachsen Dialogforum zur Y-Bahntrasse nimmt Arbeit auf
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11:34 13.02.2015
Von Heiko Randermann
Das Land hat das Dialogforum Schiene Nord gestartet, um den Streit zum Ausbau des Schienen-Netzes zu moderieren. Quelle: dpa
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Celle

Mit dem Dialogforum Schiene Nord will das Land den Streit um den Ausbau des Schienennetzes beruhigen, doch Bürgerinitiativen fürchten, dass die Ergebnisse der Gesprächsrunde ohne Relevanz sein könnten. Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies hat das zum Auftakt des Forums am Freitag in Celle zurückgewiesen: Die Ergebnisse der Beratungen werden für Bund und Bahn verbindlich sein, versprach er. Wenn es dem Forum gelingen sollte, die Zahl der Trassenalternativen von derzeit sieben zu reduzieren, werde das aufgenommen. „Dann gibt es keine neue Debatte, wo wir uns nochmal neue Möglichkeiten anschauen“, so Lies. Sonst bräuchte man den Dialog nicht machen, „dann wäre das gescheitert“, sagte der Minister.

„Ich habe nichts von einem Dialogforum, das nur bis zum Ende des Jahres funktioniert. Ich habe nur etwas davon, wenn es auch eine Lösung gibt“, so Lies. Dafür müssten sich im Forum auch alle einig sein, welche Daten und Fakten man akzeptieren müsse. „Mein Ziel ist, dass Infrastruktur ausgebaut wird – wie auch immer.“ Sein Wunsch wäre, dass man am Ende tatsächlich ein Ergebnis präsentieren kann: „Das ist der Weg, den wir gehen wollen.“ Jürgen Papajewski, Referatsleiter aus dem Bundesverkehrsministerium, bestätigte, dass man dem Ergebnis des Forums großes Gewicht geben werde. Eine Umsetzung eins-zu-eins einer möglichen Vorzugstrasse wollte er aber nicht zusagen: „Wir haben uns verpflichtet, diese Variante in den Bundesverkehrswegeplan aufzunehmen“, sagte Papajewski. Selbstverständlich müsse dann aber noch die Wirtschaftlichkeit geprüft werden. 

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Das Land hat das Dialogforum Schiene Nord gestartet, um den Streit zum Ausbau des Schienen-Netzes zu moderieren. Um die steigende Zahl der Güterzüge aus den Seehäfen zu bewältigen will der Bund die Kapazitäten erhöhen, die Bahn hat dazu sieben Alternativen in Betracht gezogen – darunter der Neubau der so genannten Y-Trasse zwischen Hamburg, Bremen und Hannover. Beim Dialogforum diskutieren 74 Vertreter von betroffenen Kommunen, Bürgerinitiativen, Naturschutz- und Verkehrsverbänden sowie Bund, Bahn, Land und Unternehmern.

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