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Niedersachsen Zurück zu G9 verunsichert Gymnasien
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20:59 04.05.2014
Von Saskia Döhner
Wolfgang Schimpf, Chef der Direktorenvereinigung. Quelle: Rainer Surrey
Hannover

„Bei der Umsetzung von G 9 liegt der Teufel im Detail“, sagt der neue Vorsitzende Wolfgang Schimpf, der das Max-Planck-Gymnasium in Göttingen leitet. Er warnt Schulen mit Profilunterricht ab Klasse 7, diesen vorzeitig - also schon in diesem Sommer - abzuschaffen. Etwa jedes vierte Gymnasium landesweit bietet ab Klasse 7 drei Stunden vertiefenden Unterricht in bestimmten Bereichen an. Das kann eine dritte Fremdsprache oder - bei einem naturwissenschaftlichen Profil - zusätzlicher Unterricht in Mathematik, Physik oder Biologie sein.

Viele Gymnasien seien verunsichert, weil die Schüler, die im September in die 7. Klasse kommen, der erste Jahrgang sind, der wieder das verlängerte Abitur macht, sagt Schimpf. Künftig haben die Schüler dann nicht mehr 32, sondern nur 30 Stunden je Woche Unterricht. Was das für den Profilunterricht bedeutet, ist bislang unklar. „Lohnt es sich, wenn Schüler in der 7. Klasse mit einer neuen Fremdsprache anfangen, für die sie ein Jahr später gar keine Zeit mehr haben?“

Mit dem Kultusministerium verhandeln die Bildungsverbände gerade über die Umsetzung von G 9. Auch wenn das Abitur nach 13 Jahren eigentlich erst zum Schuljahr 2015/16 eingeführt werden soll, sind die Auswirkungen der Reform schon jetzt spürbar. „Qualität zeigt sich in den kleinen Schritten, nicht in den großen politischen Verlautbarungen“, betont Schimpf. „G 9 allein reicht nicht. Wir brauchen auch den Ganztagsbetrieb. Wenn die Schüler um 16 Uhr nach Hause gehen, muss das Thema Schulaufgaben erledigt sein.“

Die Direktorenvereinigung macht sich für sogenannte Tempoklassen stark. Die Möglichkeit für ein G 8 müsse es weiterhin geben, und zwar als ein allgemeines Modell. „Der Hinweis des Landes, dass einzelne Schüler Klassen überspringen können, ist zu dürftig.“

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