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Niedersachsen EKD-Ratsvorsitzende: Zum Sport gehört auch das Versagen
Nachrichten Politik Niedersachsen EKD-Ratsvorsitzende: Zum Sport gehört auch das Versagen
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09:27 13.11.2009
EKD-Ratsvorsitzende Margot Käßmann und der katholische Pfarrer Heinrich Plochg beim Gedenkgottesdienst für den verstorbenen Robert Enke Quelle: lni (Archiv)
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Nach dem Selbstmord von Fußballnationaltorwart Robert Enke hat die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Margot Käßmann, mehr Menschlichkeit im Sport angemahnt. „Der heutige Leistungssport lässt nicht zu, dass es Schwächen gibt, dass jemand versagt“, sagte sie am Donnerstagabend bei einem Medienempfang der evangelischen Landeskirche in Nürnberg. „Aber im Leben gibt es auch Brüche, Leben ist auch Versagen“, sagte die EKD-Ratsvorsitzende. Dies müsse auch im Sport akzeptiert werden.

Beim Thema “Ökumene“ setzt die EKD-Ratsvorsitzende in der Zukunft vor allem auf eine stärkere Kooperation zwischen Katholiken und Protestanten auf Gemeindeebene. An der Basis sei die ökumenische Bewegung bereits viel weiter. Als ermutigend nannte sie Beispiele in ihrer eigenen Landeskirche in Hannover, wo sich Katholiken und Protestanten in einem christlichen Krankenhaus eine Kapelle teilten. Angesichts des Mitgliederschwunds könne sie sich vorstellen, dass Katholiken und Protestanten ein Gotteshaus gemeinsam nutzten.

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Dennoch sei auch wichtig, dass kirchenleitende Personen beider Konfessionen stärker miteinander kooperierten. Auf diese Weise könnten auftretende Konflikte rasch geklärt werden. Dies schaffe auch an der Kirchenbasis Vertrauen. Wichtig sei auch der gemeinsame öffentliche Auftritt der beiden großen christlichen Kirchen in Deutschland. „Denn wenn wir gemeinsam reden, werden wir besser gehört“, unterstrich Käßmann. Insgesamt sei sie aber bei der Ökumene nicht mehr so zuversichtlich wie noch vor zehn Jahren. „Wir müssen wohl mit theologischen Differenzen noch eine Zeitlang leben.“

lni

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