Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Niedersachsen Eltern sehen keine Schwächung der Gymnasien
Nachrichten Politik Niedersachsen Eltern sehen keine Schwächung der Gymnasien
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:49 13.03.2015
Foto: Schüler sollen entlastet werden: Die rot-grüne Landesregierung will das Schulgesetz reformieren.
Schüler sollen entlastet werden: Die rot-grüne Landesregierung will das Schulgesetz reformieren. Quelle: dpa
Anzeige
Hannover

Die von CDU und FDP befürchtete Schwächung von Gymnasien infolge der rot-grünen Schulgesetznovelle ist nach Ansicht des Landeselternrates unbegründet. "Aus Sicht des Landeselternrates ist das Gymnasium weder als angewählte Schulform gefährdet, noch werden - und dies haben in Gesprächen gerade die kommunalen Schulträger bestätigt - Verwaltung oder Politik ausgerechnet Gymnasien schließen", sagte die Vorsitzende des Verbandes, Sabine Hohagen, am Freitag im Kultusausschuss des Landtags in Hannover. Um Gymnasien zu schließen, sei für die Träger keine Änderung des Schulgesetzes nötig.

Darüber hinaus monierte der Verband den seit Monaten gärenden Streit zwischen Regierung und Opposition um die Novelle des Schulgesetzes. "Die niedersächsischen Eltern sind die immer wiederkehrenden Diskussionen zur Schulstruktur und die wenig sachlichen Auseinandersetzungen leid, denn sie bringen uns in der Frage der Bildungsqualität nicht voran", betonte Hohagen. Lob erhielt die in der Reform verankerte Rückkehr zum Abitur nach 13 Schuljahren vom Landesschülerrat und der Landeshochschulkonferenz. "Das G8 hat für die Abiturienten zu übermäßigem Stress geführt und ist nicht weiter tragbar", sagte die Vorsitzende des Schülerrates, Daniela Rump.

Um gute Leistungen zu bringen, sei für Schüler auch Freizeit wichtig. Zudem könne mit dem G9 in den Schulen intensiver gelernt werden. Dazu appellierte der Verband an die Politik, auch in den unteren Klassen den Leistungsdruck zu senken, dazu sei ein Verzicht von Noten zugunsten von ausformulierten Berichten hilfreich. Bis zum Nachmittag will der Ausschuss von den Bildungsverbänden erfahren, wie diese die drei vorliegenden Entwürfe des Schulgesetzes beurteilen. Bis dahin werden auch die Kritiker - etwa der Philologenverband - angehört. Die Gesetzesnovelle der Landesregierung legt unter anderem die Grundlage für die Rückkehr zum Abitur nach 13 Jahren. Zudem sollen Gesamtschulen eine ersetzende Schulform werden.

dpa

12.03.2015
12.03.2015
14.03.2015