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Niedersachsen Ermittler prüfen Krebsfälle durch Asse
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11:35 16.02.2009
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„Wir haben am Freitag eine Person gehört und werden in der nächsten Woche zwei weitere Personen hören“, sagte Staatsanwalt Joachim Geyer. Dabei handelt es sich unter anderem um den 46-jährigen Eckbert Duranowitsch, der von 1987 bis 1990 in der Schachtanlage gearbeitet hatte. Er erkrankte 1999 an Leukämie und beklagt heute, nie eine besondere Schutzkleidung getragen zu haben.

Als Reaktion auf die jetzt bekannt gewordenen Krebserkrankungen kündigte das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) am gestrigen Sonntag ein „Gesundheitsmonitoring Asse“ für die derzeit 250 Mitarbeiter der Schachtanlage an. Auch ehemalige Beschäftigte sollten befragt werden, da mögliche Erkrankungen im Zusammenhang mit Strahlenbelastung wie zum Beispiel Krebs erst Jahre später auftreten könnten.

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Die Behörde sichtet derzeit die ihr zugänglichen Aufzeichnungen des betrieblichen Arbeits- und Strahlenschutzes der Asse. „Wir haben noch nicht alle Akten bekommen, wir müssen uns erst einmal ein Bild verschaffen“, sagte BfS-Sprecher Werner Nording am Sonntag. Es könne noch überhaupt nicht bewertet werden, ob Mitarbeiter möglicherweise Gesundheitsgefahren ausgesetzt waren.

Der Landrat des Kreises Wolfenbüttel, Jörg Röhmann (SPD), sagte: „Die Einzelfälle müssen sorgfältig geprüft werden.“ Der frühere Asse-Betreiber sei fahrlässig mit Radioaktivität im Bergwerk umgegangen, deshalb seien Gesundheitsrisiken für die Mitarbeiter denkbar. Das Helmholtz-Zentrum München war wegen seines Umgangs mit gefährlichen Stoffen zum Jahresbeginn als Betreiber abgelöst worden.

Bürgerinitiativen fordern seit Längerem ein Krebsregister für die gesamte Region. Landrat Röhmann sagte dazu, dass es im Kreis Wolfenbüttel im landesweiten Vergleich keine statistischen Auffälligkeiten bei der Zahl der Krebserkrankungen gebe. „Bei bestimmten Krebsarten, die durch Radioaktivität beschleunigt werden können, haben wir sogar unterdurchschnittliche Werte.“