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Niedersachsen FDP-Generalsekretär will Gorleben-Erkundung fortsetzen
Nachrichten Politik Niedersachsen FDP-Generalsekretär will Gorleben-Erkundung fortsetzen
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15:28 30.08.2009
Castorbehälter in der Lagerhalle des Atommüll-Zwischenlagers Gorleben.
Castorbehälter in der Lagerhalle des Atommüll-Zwischenlagers Gorleben. Quelle: ddp
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„Es ist soviel Zeit und Geld dort investiert worden, also muss jetzt die Erkundung auch abgeschlossen werden“, sagte Niebel dem „Hamburger Abendblatt“ (Montagausgabe) laut Vorabbericht. Er fügte hinzu: „Wenn herauskommt, dass Gorleben geeignet ist, entsteht dort das Endlager. Wenn sich Gorleben als ungeeignet erweisen sollte, muss die Suche auf andere Standorte ausgeweitet werden.“

Niebel machte deutlich, dass eine schwarz-gelbe Regierung nach der Bundestagswahl am 27. September zunächst weiter auf Kernkraft setzen würde. „Die Kernenergie ist eine Übergangstechnologie, die wir aber jetzt noch nutzen müssen, ehe wir mit der Entwicklung der erneuerbaren Energien unseren Bedarf decken können“, sagte er. Die Laufzeiten der Kernkraftwerke müssten verlängert werden.

Derweil mahnte der bayerische SPD-Landtagsfraktionschef Franz Maget, das Aus für Gorleben als möglichem Standort für ein atomares Endlager müsse der bayerischen Staatsregierung in ihrer einseitigen Sicht auf eine Zukunft der Atomkraft endlich die Augen öffnen. „Wer wie die CSU jetzt nicht am Energiekonsens festhält und den beschlossenen, geordneten Ausstieg aus der Atomkraft in Frage stellt, der wird am Ende dafür verantwortlich sein, dass man auch in Bayern nach einer Endlagerstätte suchen muss.“ Er wolle um jeden Preis ein atomares Endlager in Bayern verhindern, betonte Maget.

ddp