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Niedersachsen Geflügelhofgegner fordern Umdenken von Politikern
Nachrichten Politik Niedersachsen Geflügelhofgegner fordern Umdenken von Politikern
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14:32 20.02.2010
Mit Plakaten und Trommeln gegen die geplante Ansiedlung einer Hähnchenschlachterei der Emsland Frischgeflügel GmbH in Wietze. Quelle: dpa
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Bereits am Dienstag waren 250 Menschen in Wietze gegen den Schlachthof auf die Straße gegangen.

„Wir streben ein Bürgerbegehren an und rechnen uns gute Chancen aus, den Schlachthof doch noch verhindern zu können“, sagte der Vorsitzende der Bürgerinitiative Wietze, Norbert Juretzko (Linke). Im Umkreis von 100 Kilometern um Wietze herum sollen mehr als 400 neue Mastställe entstehen. Kritiker befürchten eine „Emslandisierung“ der Region.

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„Politiker wissen nicht, worüber sie entscheiden“, kritisierte die stellvertretende Vorsitzende der Bürgerinitiative Wietze, Ursula Helmers. Ein Riesenskandal sei zudem die Tatsache, dass zunächst von 150 Mastställen gesprochen worden und erst kürzlich das ganze Ausmaß der Firmenansiedlung ans Licht gekommen sei. „Es ist eine Katastrophe, dass einige wenige Politiker in Wietze sich anmaßen, für die ganze Region zu bestimmen“, schimpfte Hannelore Ramm aus Hambühren (Kreis Celle). Auch sie war nach Celle gekommen, um ihren Unmut über die Schlachthofpläne auszudrücken. „Wir verkommen zum Hühnerstall Deutschlands.“

Die Emsland Frischgeflügel GmbH will nach Angaben des Landkreises Celle rund 40 Millionen Euro in den 21 Hektar großen Betrieb investieren. Zunächst sollen 250 Arbeitsplätze entstehen. Mittelfristig überlege das Unternehmen aus Haren (Ems), den Schichtbetrieb zu erweitern. Damit könnte die Mitarbeiterzahl auf 1000 steigen. Es handelt sich um die größte Firmenansiedlung seit Jahrzehnten im Landkreis Celle.

lni