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Niedersachsen Grüne und Piraten sind im Höhenflug
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10:36 14.01.2012
Die Piraten und die Grünen sind auf dem Vormarsch. Quelle: dpa
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Hannover

Die Grünen und die Piraten sind auch in Niedersachsen auf dem Höhenflug: Beide Parteien verbuchten im vergangenen Jahr unter dem Strich prozentual gesehen die stärksten Mitgliederzuwächse. Ein leichtes Plus gab es auch bei den Linken. Dort wird beobachtet, dass sich bei den politisch Aktiven im Land immer mehr ein Art „Parteien-Hopping“ breitmacht.

SPD und CDU mussten hingegen unter dem Strich 2011 geringe Verluste bei ihren Mitgliederzahlen hinnehmen. Die SPD freut sich aber über viele Neueintritte vor allem von jungen Mitgliedern. Die CDU konnte ihre Position als zahlenmäßig stärkste Partei in Niedersachsen weiter verteidigen.

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Nur die FPD kann bisher nicht bilanzieren, wie sich die Mitgliederentwicklung im Heimatland ihres Parteichefs Philipp Rösler im vergangenen Jahr darstellt. Bundesweit sank die Mitgliederzahl nach jüngsten Angaben aus der FDP-Zentrale um rund 7,5 Prozent - das war der stärkste Rückgang für die Liberalen seit 15 Jahren.

Die Grünen waren bei der Mitgliederentwicklung in Niedersachsen einer der Hauptgewinner: Sie verbuchten 2011 ein Plus von mehr als 22 Prozent. Zum Jahresbeginn gehörten 6278 Männer und Frauen der Partei an. „Wir hatten 1385 Eintritte und 231 Austritte“, sagt Sprecherin Katja Sauer.

Auch die Piraten wollen bis zur Landtagswahl 2013 in Niedersachsen Fuß fassen. Ihre Mitgliederzahl erhöhte sich von 995 Ende 2010 auf 1582 im Januar diesen Jahres. „Die größten Zuwächse konnten wir nach der Kommunalwahl und der Berlin-Wahl verzeichnen“, berichtet Parteisprecher Michael Leukert. „Austritte sind relativ selten, daher führen wir darüber keine Statistiken.“

Die Linken wuchsen in Niedersachsen unter dem Strich um weniger als 1,0 Prozent auf 3402 Mitglieder. „Uns fällt auf, dass die Mitgliederentwicklung teilweise sehr flüchtig ist“, sagt Parteisprecherin Maren Kaminski. „Manche Leute steigen ernst ein, sind dann aber auch schnell wieder weg.“ Diese Form von „Parteien-Hopping“ werde auch bei anderen Parteien wie Grünen und SPD beobachtet, berichtet die Linken-Sprecherin.

Die CDU schrumpfte in Niedersachsen im vergangenen Jahr um rund 500 auf 68.000 Mitglieder. 2900 Menschen seien neu eingetreten, auf der anderen Seite aber etwa genauso viele ausgetreten, teilte Parteisprecher Torben Stephan mit. Rund 500 Mitglieder starben.

Die SPD hatte zum Jahresende in Niedersachsen genau 64 583 Mitglieder und verlor damit unter dem Strich knapp 400 Männer und Frauen. „Unter Berücksichtigung der Demografie ist der Trend im Prinzip positiv, vor allem, weil wir bei der SPD-Jugendorganisation, den Jusos, eine gute Entwicklung verzeichnen“, erklärte Parteisprecher Sebastian Schumacher. So traten 2560 Männer und Frauen neu ein, davon waren mehr als ein Drittel Jusos. 

dpa

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