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Niedersachsen Grüner Parteitrat attackiert Umweltminister Sander
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17:20 06.09.2011
Niedersachsens Umweltminister Hans-Heinrich Sander. Quelle: dpa
Hannover

„Der niedersächsische Umweltminister Sander muss durch atomrechtliche Weisungen daran gehindert werden, die Überschreitung von Grenzwerte weg zu manipulieren“, heißt es in einem Beschluss des Berliner Parteirates, der der Nachrichtenagentur dpa vorliegt. Zudem fordern die Grünen unabhängige Messungen der Grenzwerte und die sofortige Absage des Castortransports, der voraussichtlich im November aus dem französischen La Hague ins Wendland gehen soll.

Darüber hinaus sei grundsätzlich zu prüfen, ob die Grenzwerte angesichts der noch ausstehenden Mengen hoch- und mittelradioaktiver Abfälle am Transportbehälterlager in Gorleben überhaupt eingehalten werden könnten. „Angesichts von 420 Stellplätzen ist es alarmierend, wenn schon bei Ausnutzung von 102 Plätzen Grenzwerte überschritten werden.“ Um künftig mehr Transparenz gewährleisten zu können, müsse das Bundesumweltamt als oberste Atomaufsicht zudem sicherstellen, dass an allen Gesprächen zwischen Aufsicht und Betreiber ab sofort der Landrat des Landkreises Lüchow-Dannenberg und seine Sachverständigen teilnehmen können.

Unterdessen haben die Grünen im niedersächsischen Landtag an die Abgeordneten aller Fraktionen appelliert, gegen den für dieses Jahr angekündigten Transport von Atommüll nach Gorleben zu stimmen. Die beunruhigenden Nachrichten über erhöhte Grenzwerte, die ungeklärten Hintergründe der Umräumarbeiten im Behälterlager und die veränderten Geburtenraten im Landkreis Lüchow-Dannenberg hätten für zusätzliche Besorgnis in der Bevölkerung gesorgt, heißt es in dem am Dienstag versandten Entschließungsantrag von Fraktionschef Stefan Wenzel.

dpa

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Die Grünen appellieren an die Abgeordneten aller Fraktionen im niedersächsischen Landtag, gegen den für dieses Jahr angekündigten Transport von Atommüll nach Gorleben zu stimmen.

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