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Niedersachsen Hartz-Reform hat Arbeitslosigkeit abgebaut
Nachrichten Politik Niedersachsen Hartz-Reform hat Arbeitslosigkeit abgebaut
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15:29 14.08.2012
Seit 2007 sind die Arbeitslosenzahlen in Niedersachsen weitgehend rückläufig, nach Einschätzung des Chefs der niedersächsischen Bundesagentur ein Verdienst der „Hartzreformen“. Quelle: dpa
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Hannover

„Die Bundesagentur für Arbeit ist durch die Reformen kundenorientierter, leistungsfähiger und effizienter geworden“, sagte der niedersächsische Behördenchef Klaus Stietenroth am Dienstag der Nachrichtenagentur dpa in Hannover. Auch sei der Arbeitsmarkt „flexibler“ geworden.

Bei der Einführung des „Hartz IV“ genannten Arbeitslosengeldes II 2005 habe es in Niedersachsen durchschnittlich 266 767 Empfänger gegeben, teilte ein Sprecher mit. Im ersten Halbjahr 2012 seien es noch 185.824 gewesen. „Das heißt, die Arbeitslosenzahl im Bereich Grundsicherung/Arbeitslosengeld II ist von 2005 bis 2012 um knapp 81.000 beziehungsweise rund 30 Prozent zurückgegangen“, betonte er.

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2002 hatte die Arbeitslosenquote im Land 9,1 Prozent betragen. Mehr als 360.000 Niedersachsen waren damals ohne festen Job. Seit 2007 sind die Zahlen weitgehend rückläufig, wobei der größte Sprung von 2006 (10,5 Prozent) auf 2007 (8,9 Prozent) verzeichnet wurde. Auch die weltweite Wirtschaftskrise konnte den positiven Trend nicht stoppen. 2009 stieg die Quote zwar leicht um 0,1 Prozentpunkte auf 7,8 Prozent, bis Ende 2011 setzte sich die positive Entwicklung aber fort (6,9 Prozent). Für dieses Jahr rechnet die Bundesagentur erneut mit einem leichten Minus.

„Im Zuge der Einführung des Prinzips „fördern und fordern“ sowie durch die Einführung des Arbeitslosengeldes II, der Jobcenter und des Fallmanagements haben die ehemaligen Sozialhilfeempfänger Zugang zu gezielter und wirksamer Arbeitsmarktförderung erhalten“, betonte Stietenroth. Die Chancen am Arbeitsmarkt hätten sich für diesen Personenkreis erhöht. Jedoch bleibe die Langzeitarbeitslosigkeit auch nach den Hartz-Reformen eine große Herausforderung.

dpa

Dieser Artikel wurde aktualisiert.

14.08.2012
Karl Doeleke 14.08.2012