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Niedersachsen Hauptschulen 
sind meist nur noch einzügig
Nachrichten Politik Niedersachsen Hauptschulen 
sind meist nur noch einzügig
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20:39 09.11.2009
Von Saskia Döhner
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Wie eine Anfrage der SPD ergab, besuchen nur noch 12,4 Prozent der Schüler eine Hauptschule, obwohl am Ende der Grundschulzeit immerhin 21,7 Prozent der Kinder eine Empfehlung für diese Schulform erhalten haben.

Vor allem in den Städten entwickelt sich die Hauptschule zusehends zur „Restschule“: In Wolfsburg, wo sich eine neue von VW finanzierte Gesamtschule vor Anmeldungen kaum retten kann, gehen nur noch 4,5 Prozent der Kinder zur Hauptschule. Fast zwei Drittel der Hauptschulen haben nur noch eine Klasse pro Jahrgang, die durchschnittliche Klassenfrequenz liegt bei 15,8 Schülern, an Gymnasien sind es 29,1 Schüler.

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Während SPD-Bildungsexpertin Frauke Heiligenstadt von einem „Leerlaufen der Hauptschule“ spricht, heißt es im Kultusministerium, mit der im neuen Schulgesetz verstärkten Zusammenarbeit von Haupt- und Realschulen habe man der Entwicklung bereits Rechnung getragen. Außerdem gebe es auch stark nachgefragte Schulen, wie der Hauptschulzweig der Kooperativen Gesamtschule Neustadt bei Hannover, die Bewerber abweisen müssten, sagte ein Sprecher.