Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Niedersachsen Innenminister wollen Züge sicherer machen
Nachrichten Politik Niedersachsen Innenminister wollen Züge sicherer machen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:27 02.12.2009
Die Innenminister wollen die Sicherheit in Zügen und im öffentlichen Nahverkehr verbessern.
Die Innenminister wollen die Sicherheit in Zügen und im öffentlichen Nahverkehr verbessern. Quelle: ddp
Anzeige

Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann (CDU) sagte der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ vor der am Mittwoch beginnenden Innenministerkonferenz in Bremen: „Angesichts jüngster Gewaltexzesse ist es dringend erforderlich, die Sicherheit in öffentlichen Verkehrsmitteln zu erhöhen.“ Mitte November hatte sich bereits die Verkehrsministerkonferenz in Heidelberg für ein schärferes Vorgehen ausgesprochen - etwa mit Hilfe einer verstärkten Videoüberwachung, durch mehr Sicherheitspersonal und Alkoholverbote.

Schünemann nannte neue Notrufsysteme für Fahrgäste sowie einen Ausbau der Videoüberwachung und mehr Polizeipräsenz auf Bahnhöfen und in Bahnen unerlässlich. Daneben dringe die Innenministerkonferenz darauf, dass Polizisten künftig in ganz Deutschland Züge und öffentlichen Nahverkehr kostenlos nutzen dürften. Dies war auch von den Verkehrsministern gefordert worden. Schünemann ging davon aus, dass die Innenminister sich auch für ein bundesweites Alkoholverbot in Regionalzügen und S-Bahnen aussprechen werden.

Erfahrungen mit einem Verbot in Metronom-Regionalzügen in Niedersachsen seien überzeugend. Übergriffe, Randale oder Vandalismus gerade im Zusammenhang mit Fußballspielen seien dort in den Zügen deutlich zurückgegangen. Metronom habe sein Sicherheitspersonal massiv aufgestockt, so dass die Verbote in Zusammenarbeit mit der Bundes- und Landespolizei konsequent durchgesetzt würden. Lediglich in Fernzügen der Deutschen Bahn soll es weiterhin Alkohol geben. Erst am Wochenende war es in Zügen der Bahn zu Ausschreitungen von Fußballfans gekommen - im Bielefelder Hauptbahnhof verwüsten Anhänger des Hamburger SV zwei Geschäfte sowie einen Servicepoint.

lni