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Niedersachsen Keine Annäherung zwischen Kirche und Gewerkschaft
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18:15 02.11.2009
Ver.di fordert die tarifliche Anpassung des kirchlichen an den öffentlichen Dienst. Quelle: Florian Petrow (Archivbild)
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„Beide Seiten beharrten auf ihren Standpunkten“, hieß es von der Gewerkschaft ver.di. Ein Urteil des Arbeitsgerichts Bielefeld soll es am 3. März 2010 geben. „Wir sehen der Entscheidung gelassen entgegen“, sagte ein Kirchensprecher. Die Evangelische Kirche von Westfalen, die Landeskirche Hannovers und deren diakonische Einrichtungen hatten Klage gegen die Gewerkschaft eingereicht.

Die Gewerkschaft hatte die Mitarbeiter des Evangelischen Krankenhauses Bielefeld im September aufgerufen, die Arbeit niederzulegen. Streiks sind nach Auffassung der Kirche nicht erlaubt.

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Der kirchliche Dienst sei nicht bestreikbar sondern regele sein Tarifrecht über eine mehrheitliche Einigung, den sogenannten dritten Weg. Nach Einschätzung der Kirche versucht die Gewerkschaft mit publikumswirksamen Aktionen in einem Bereich Fuß zu fassen, in dem sie bisher weniger vertreten ist.

Ver.di fordert die tarifliche Anpassung des kirchlichen an den öffentlichen Dienst. Die Gewerkschaft will vor allem gegen Lohndumping in der Pflege vorgehen. Ihre Sonderstellung gebe der Kirche nicht das Recht, Beschäftigten das grundgesetzlich garantierte Recht auf Streik vorzuenthalten.

lni