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Niedersachsen Klagen gegen Ausbau des Flughafens Kassel-Calden erfolglos
Nachrichten Politik Niedersachsen Klagen gegen Ausbau des Flughafens Kassel-Calden erfolglos
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21:01 01.04.2009
Quelle: Heiko Meyer/ddp
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Das Bundesverwaltungsgericht hat die Klagen von Kommunen, Anwohnern und des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) gegen den Ausbau des Flughafens Kassel-Calden zurückgewiesen.

Der Verkehrslandeplatz dürfe, wie im Planfeststellungsbeschluss des Regierungspräsidiums Kassel vom Juli 2007 festgelegt, zu einem regionalen Verkehrsflughafen ausgebaut werden, teilte das Gericht am Mittwoch mit. Damit bestätigten die Leipziger Richter ein Urteil des Hessischen Verwaltungsgerichtshofes (VGH) vom 17. Juni 2008. Die Urteile des VGH seien damit rechtskräftig.

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Der VGH hatte Mitte 2008 grünes Licht für den geplanten Ausbau des Flughafens Kassel-Calden gegeben. Der 11. Senat des obersten hessischen Verwaltungsgerichts wies damals alle gegen die Erweiterung eingegangenen Klagen ab.

Die Flughafengesellschaft, an der das Land Hessen die Mehrheit der Anteile hält, will den Flugplatz Calden für rund 150 Millionen Euro zu einem Regionalflughafen ausbauen. Dazu soll eine 2500 Meter lange Start- und Landebahn entstehen.

Gegen das Projekt hatten neben Privatpersonen und zwei Unternehmen auch die Gemeinden Immenhausen und Espenau, die Stadt Hannoversch Münden, der Landkreis Paderborn sowie der BUND geklagt. Die Ausbaugegner befürchten erhebliche negative Folgen für die Umwelt und die Bewohner der Region. Außerdem halten sie die Prognose für unrealistisch, wonach der Flughafen nach einem Ausbau von 640.000 Passagieren jährlich genutzt wird.

(AZ: BVerwG 4 B 61.08 und 62.08 / Beschlüsse vom 1. April 2009)

ddp