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Niedersachsen Kommunen wollen bei Energiedebatte der Regierung mitreden
Nachrichten Politik Niedersachsen Kommunen wollen bei Energiedebatte der Regierung mitreden
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17:26 22.03.2011
VKU-Chef und hannoverscher Oberbürgermeister Stephan Weil (SPD) forderte die schwarz-gelbe Bundesregierung auf, die Chance für einen parteiübergreifenden Energiekonsens zu nutzen.
VKU-Chef und hannoverscher Oberbürgermeister Stephan Weil (SPD) forderte die schwarz-gelbe Bundesregierung auf, die Chance für einen parteiübergreifenden Energiekonsens zu nutzen. Quelle: Rainer Surrey (Archiv)
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Die Kommunen wollen bei den Gesprächen der Bundesregierung zur Zukunft der Atom- und Energiepolitik mitreden. Das Präsidium des Deutschen Städtetages forderte, Vertreter der Städte und kommunalen Energieversorger müssten an einem von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) angekündigten Expertenforum beteiligt werden. Gerade die Kommunen mit ihren Stadtwerken könnten den Ausbau der erneuerbaren Energien vorantreiben, sagte die Präsidentin des Deutschen Städtetages, Petra Roth (CDU), nach der Tagung der Verbandsspitze am Dienstag in Hannover.

Der Präsident des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU), der hannoversche Oberbürgermeister Stephan Weil (SPD), forderte die schwarz-gelbe Bundesregierung auf, jetzt die Chance für einen parteiübergreifenden Energiekonsens zu nutzen. „Die Bundesregierung wäre sehr gut beraten, einen neuen energiepolitischen Dialog zu starten.“ Es könne nicht sein, dass nach einer Wahlperiode die Atom- und Energiepolitik stets neu diskutiert werde.

Der Deutsche Städtetag begrüßte es, dass die im Herbst 2010 beschlossene Laufzeit-Verlängerung für die Atomkraftwerke wieder zur Debatte stehe. Die kommunalen Energieversorger bräuchten in Konkurrenz zu den Atommeilern nun faire Wettbewerbsbedingungen. VKU-Chef Weil betonte, die Stadtwerke seien dann auch bereit, wieder mehr in den Ausbau der umweltfreundlichen Energieerzeugung investieren. Der Verband kommunaler Unternehmer vertritt rund 800 Stadtwerke.

dpa

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