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11:38 18.09.2009
Wer in Niedersachsen für das Schulobst zahlen wird, ist noch nicht geklärt. Quelle: ddp
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Ziel des Programms ist, dass sich Kinder und Jugendliche gesünder ernähren.

Allein für Niedersachsen stehen 1,5 Millionen Euro an EU-Geldern bereit. Allerdings muss das Land die Summe in gleicher Höhe kofinanzieren. Die Landesregierung sieht sich nicht in der Lage, die Kosten komplett zu übernehmen, wie der Sprecher des Verbraucherschutzministeriums, Gert Hahne, sagte.

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Man werde sich daher in der kommenden Woche mit Vertretern des Kultusministeriums zusammensetzen, um über die Umsetzung des Programms in Niedersachsen zu beraten. Ein „ganz gangbarer Weg“ sei die Einbeziehung der Privatwirtschaft, die zumindest einen Teil der Kosten für die Ware sponsern könnte, sagte Hahne. Die Landesregierung werde sich im Gegenzug um die Logistik kümmern. Möglicherweise bleibe an den Eltern aber ein Restbetrag von 20 Euro pro Kind und Schuljahr hängen.

Niedersachsens Verbraucherschutzminister Hans-Heinrich Ehlen (CDU) bekräftigte unterdessen seine Kritik am Verhalten der Bundesregierung. Es habe „ein bisschen aufgestoßen“, dass die Bundesministerien das Programm praktisch so hätten durchwinken wollen und gesagt hätten: „Ihr Länder, nun bezahlt mal“, sagte Ehlen im Deutschlandradio Kultur. Angesichts der „engen Haushaltsmöglichkeiten“ der Bundesländer sei das aber gar nicht so einfach.

ddp

Klaus Wallbaum 17.09.2009
Klaus von der Brelie 18.09.2009