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Niedersachsen Land will Städten mit vielen Flüchtlingen helfen
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09:44 08.09.2017
Der Stadt Salzgitter mit ihren rund 106 000 Einwohnern fehlen finanzielle Mittel für die Integration der vielen dort lebenden Flüchtlinge.
Der Stadt Salzgitter mit ihren rund 106 000 Einwohnern fehlen finanzielle Mittel für die Integration der vielen dort lebenden Flüchtlinge. Quelle: dpa
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Hannover

In Zusammenarbeit mit den Städten sei im Innenministerium ein Soforthilfe-Programm erarbeitet worden, hieß es vorab. Details will Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) am Freitag in Hannover vorstellen.

Durch den günstigen Wohnraum sind Zentren wie Salzgitter etwa bei anerkannten Asylbewerbern aus Syrien schon lange beliebt. Dort fehlten aber die Mittel für die Integration von rund 5000 Flüchtlingen. Deshalb hatte Salzgitters Oberbürgermeister Frank Klingebiel (CDU) schon im April einen Brandbrief an die Landesregierung geschrieben und Zuzugsbeschränkungen angeregt.

Ende August legte Klingebiel, der auch Präsident des Niedersächsischen Städtetages (NST) ist, nach. Die Städte seien für viele Geflüchtete attraktiver als das Umland und der Familiennachzug sorge für neue Brisanz. Das Ganze führe zu einer Konzentration, die die Integrationsfähigkeit übersteige, sagte Klingebiel.

Doch es gibt schon jetzt Kritik an den Plänen: „Wir sehen wenig Sinn darin, jetzt punktuell in einzelnen Städten einzugreifen“, sagte Thorsten Bullerdieck vom Niedersächsischen Städte- und Gemeindebund der Deutschen Presse-Agentur. Er warnte vor einem „kurzfristigen Löschversuch an aktuellen Brandherden“ und mahnte eine sinnvolle Aufteilung der Lasten durch die Integrationsarbeit an.

Es gehe um eine vernünftige Verteilung von Finanzmitteln im ganzen Land. Dadurch lasse sich eine Infrastruktur schaffen, die auch andere Landesteile für Flüchtlinge attraktiv mache. In der Fläche sei die Integrationsarbeit teilweise einfacher als in den größeren Städten.

dpa

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