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Niedersachsen Margot Käßmann lehnt Rückkehr als Bischöfin ab
Nachrichten Politik Niedersachsen Margot Käßmann lehnt Rückkehr als Bischöfin ab
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17:32 02.06.2010
Margot Käßmann Quelle: dpa

Käßmann war am 24. Februar als Bischöfin und Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland zurückgetreten. Sie war an einer roten Ampel weitergefahren und dann mit 1,54 Promille am Steuer gestoppt worden. „Auch mehr als drei Monate später denke ich, es war mit Blick auf das Amt und mit Blick auf meine Person die angemessene und damit richtige Entscheidung.“

„Natürlich bin ich auch traurig“, sagte Käßmann vor dem Kirchenparlament. „In der Tat war ich mit Leib und Seele Bischöfin dieser Landeskirche. Das war - abgesehen von meinen vier Töchtern - geradezu mein Lebensinhalt.“ Über ihre weiteren Pläne über den bevorstehenden Studienaufenthalt an einer US-Universität hinaus gab Käßmann nichts preis. „Ich packe ein, ohne zu wissen, wo ich nach meinem USA-Aufenthalt auspacken werde.“ Eine Stellungnahme zu einer möglichen Kandidatur für das Bundespräsidenten-Amt hatte sie zuvor bereits abgelehnt. „So was kommentiere ich gar nicht“, sagte sie am Mittwochmorgen bei einem Besuch im hessischen Stadtallendorf.

Fast auf den Tag genau vor elf Jahren war Käßmann zur Bischöfin der größten evangelischen Landeskirche mit knapp drei Millionen Mitgliedern gewählt worden. Das Kirchenparlament verabschiedete sie am Mittwoch mit langanhaltendem Applaus. „Du hast unserer, Deiner Kirche ein Gesicht gegeben, ein frisches, junges, weibliches Gesicht. Lebendiger, kräftiger, schärfer ist das Profil geworden, auch weil Du eine gute Predigerin bist“, sagte Synodenpräsident Jürgen Schneider. „Und was immer Du in Zukunft tun wirst: Du bleibst die Bischöfin der Herzen, auch über Hannover hinaus!“

„Mein Gottvertrauen hat nicht gelitten“, betonte Käßmann. „Seid fröhlich, betet und seid dankbar“, gab sie den Kirchenparlamentariern mit auf den Weg. Bis zur Wahl eines Nachfolgers im Herbst hat der Lüneburger Landessuperintendent Hans-Hermann Jantzen die Leitung der Landeskirche übernommen.

dpa

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