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Niedersachsen McAllister spricht sich für „Deutschland-Abitur“ aus
Nachrichten Politik Niedersachsen McAllister spricht sich für „Deutschland-Abitur“ aus
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16:07 18.09.2011
Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister will eine bundesweit einheitliche Hochschulreife. Quelle: dpa
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Hannover

Er forderte weniger Kleinstaaterei im Bildungswesen. „Mit der föderalen Bildungsvielfalt haben wir es übertrieben, sie darf nicht zum Mobilitätshindernis werden.“

Der Ministerpräsident unterstütze zugleich das neue Bildungskonzept der Union mit der empfohlenen Zusammenlegung von Haupt- und Realschulen. „Bei uns in Niedersachsens werden wir in zehn Jahren mehr als 20 Prozent, in einzelnen Kreisen gar bis zu 40 Prozent weniger Schüler haben. Der demografische Wandel zwingt uns also zum Handeln.“ Für Niedersachsen kündigte der CDU-Politiker einen Modellversuch an, in dem Kindergarten und Grundschule unter einem Dach verzahnt werden. Vor allem aus den Reihen der CSU kommt Widerstand gegen eine Auflösung des dreigliedrigen Schulsystems mit Gymnasien, Real- und Hauptschulen.

Der Regierungspartner FDP begrüßte den Vorstoß McAllisters. Allerdings sei wichtig, dass sich die Aufgaben bei einem Deutschland-Abitur an den Standards von Niedersachsen oder Bayern orientieren. „Mit einem Deutschland-Abi auf Bremer Niveau gäbe es in der nächsten Pisa-Befragung eine bundesweite Klatsche“, sagte der bildungspolitische Sprecher der FDP-Fraktion im niedersächsischen Landtag, Björn Försterling. Er plädierte zudem auch für weitere einheitliche bundesweite Vorgaben. So müsse der Beginn des Fremdsprachenerlernens bundesweit vereinheitlicht werden.

dpa