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Niedersachsen „Mehr Stipendien an Hochschulen“
Nachrichten Politik Niedersachsen „Mehr Stipendien an Hochschulen“
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16:57 17.05.2011
Die niedersächsische Wissenschaftsministerin Johanna Wanka (CDU) fordert mehr Stipendien an Hochschulen. Quelle: dpa
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„Wenn die deutsche Industrie möchte, dass Deutschland als Studienstandort attraktiv ist, brauchen wir von ihr auch die Bereitschaft, die Studenten zu unterstützen“, sagte die CDU-Politikerin in einem Gespräch in Hannover.

„Es ist absolut richtig, auch bei der Wirtschaft für ein noch größeres Engagement im Bereich der Studien-Stipendien zu werben“, bekräftigte Wirtschaftsminister Jörg Bode (FDP) Wankas Forderung. Mit dem sogenannten Deutschland-Stipendium laufe derzeit ein „Feldversuch“, sagte Wanka. Mit 300 Euro monatlich - die Hälfte vom Bund und die andere Hälfte von privaten Stiftern - sollen Studenten deutschlandweit gefördert werden. Das von der Bundesregierung beschlossene Stipendium sei jedoch auf das finanzielle Engagement der Partner aus der Wirtschaft angewiesen, meinte Bode.

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„Für die deutsche Wirtschaft sind Stipendien wichtige Instrumente zur Talentförderung“, sagte ein Sprecher der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände in Berlin. Eine lebendige Stipendienkultur entstehe jedoch nicht über Nacht. „Mit dem Deutschlandstipendium hat die Bundesregierung neue Anreize für eine engere Zusammenarbeit von Hochschulen und Unternehmen gesetzt“, sagte der Sprecher.

Wegen des doppelten Abiturjahrgangs in diesem Jahr werde es zwar voller an Niedersachsens Hochschulen, sagte Wanka. Von 2020 an könnte der demografische Wandel jedoch für leere Sitze in den Hörsälen sorgen. Deshalb möchte die niedersächsische Landesregierung im Projekt „Offene Hochschulen“ auch Menschen mit einer Ausbildung aber ohne Abitur den direkten Zugang zu einem Studium ermöglichen. Deren Berufserfahrung werde als Studienleistung anerkannt. „Die Hochschullandschaft wird bunter werden“, sagte Wanka. Rechtsanwaltsgehilfen oder Krankenschwestern dürften in Niedersachsen schon studieren.

dpa

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