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Niedersachsen Mehrheit für Rot-Grün in Niedersachsen
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08:02 19.07.2012
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Hannover

Ein halbes Jahr vor der niedersächsischen Landtagswahl liegen SPD und Grüne in einer Umfrage deutlich vor der aktuellen schwarz-gelben Regierung. In der Sonntagsfrage kommt die SPD auf 35 Prozent der Wählerstimmen, die Grünen erreichen 14 Prozent. Die CDU liegt bei 31 Prozent, die FDP würde mit 4 Prozent den Wiedereinzug ins Parlament verpassen. 5 Prozent entfallen auf die Linke, 7 Prozent auf die Piraten. Das geht aus einer am Donnerstag veröffentlichten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag des Radiosenders ffn und der „Bild-Zeitung“ hervor.

Das Institut befragte vom 5. bis 13. Juli 1025 Wahlberechtigte in Niedersachsen online. Wenn die Bürger ihren Ministerpräsidenten in einer Direktwahl bestimmen könnten, läge der amtierende Regierungschef allerdings klar vor seinem SPD-Herausforderer: Für David McAllister würden sich 36 Prozent der Befragten entscheiden, für Stephan Weil 22 Prozent. Die Mehrheit – 42 Prozent –- machte keine Angaben. McAllister war 92 Prozent der Befragten bekannt, Weil nur 38 Prozent.

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Die CDU interpretiert den klaren Vorsprung von Rot-Grün nicht als Wechselstimmung. CDU-Generalsekretär Ulf Thiele erklärte: „Die Umfrage im Internet bestätigt eindrucksvoll den großen Rückhalt unseres Ministerpräsidenten David McAllister in der Bevölkerung und auch bei den Internetnutzern.“

Bei der letzten Landtagswahl im Januar 2008 hatte die CDU 42,5 Prozent der Wählerstimmen erreicht, die SPD 30,3 Prozent. Die FDP war mit 8,2 Prozent drittstärkste Kraft. Die Wende in der Wählergunst war schon in einer vom NDR in Auftrag gegebenen Umfrage im Mai deutlich geworden. Darin kam die CDU auf 32 und die SPD auf 36 Prozent. Auch die NDR-Umfrage sah die FDP nicht mehr im Parlament.

An ihrem Bekanntheitsgrad müssen die Spitzenkandidaten der kleineren Parteien noch arbeiten. Stefan Birkner (FDP) kommt in der YouGov-Umfrage auf 17 Prozent. Die Grünen-Politikerin Anja Piel liegt bei 13 Prozent und Manfred Sohn (Die Linke) bei 7 Prozent.

Die Piraten schätzen 61 Prozent als vorübergehende Protestpartei ein, für 25 Prozent sind sie eine Partei mit Zukunft. 14 Prozent der Befragten machten dazu keine Angaben.

dpa

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