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Niedersachsen NABU verlangt vom Land mehr Einsatz für Naturschutz
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14:08 19.09.2010
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Der Naturschutzbund NABU hat von der Landesregierung ein energischeres Eintreten für die Umwelt gefordert und ihr Nachlässigkeit beim Schutz seltener Tiere vorgeworfen. Die Regierung müsse dem Naturschutz eine deutlich höhere Priorität als bisher einräumen und eine ressortübergreifende Strategie zum Erhalt der biologischen Vielfalt in Niedersachsen entwickeln, forderte NABU-Landeschef Holger Buschmann nach der Verbandstagung am Sonntag. Insbesondere bei der Landwirtschaft sei eine Kehrtwende weg von einer weiteren Intensivierung hin zu einem ökologischen Landbau erforderlich. Sonst drohe der Verlust weiterer bedrohter Tiere.

Der Schutz der Artenvielfalt sei in Niedersachsen häufig nicht das Papier wert, auf dem er stehe, erklärte Buschmann. Ob beim geplanten Ausbau des Flughafens Braunschweig, dem Stopp von Salzeinleitungen in Werra und Weser oder bei der geplanten Aufspülung von Baggergut aus der Ems auf Vordeichflächen, immer wieder würden die Belange des Natur- und Artenschutzes mit Füßen getreten. Wenn Naturflächen nicht mit aller Macht vor weiterer Zerstörung und Entwertung bewahrt würden, werde es schwierig den weiteren Verlust der Artenvielfalt noch aufzuhalten, sagte der NABU-Landesvorsitzende.

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Über 170 örtliche NABU-Gruppen engagieren sich bei regionalen Projekten für Umwelt und Natur. Die Zahl der NABU-Mitglieder stieg im vergangenen Jahr landesweit um knapp 1400 auf 66.300. Weitere Fachgruppen mit ehrenamtlich tätigen Experten wurden im vergangenen Jahr eingerichtet. Im Oktober bewilligte die EU ein Amphibienschutz-Vorhaben des NABU in Niedersachsen. Das Projekt “300 Teiche für Niedersachsen“ soll die Lebensräume seltener Frösche und Kröten verbessern.

dpa

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