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Niedersachsen Ingo Meyer zieht ins Hildesheimer Rathaus
Nachrichten Politik Niedersachsen Ingo Meyer zieht ins Hildesheimer Rathaus
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22:23 22.09.2013
Von Michael B. Berger
Überraschend klarer Sieg: Ingo Meyer (li.) kommt, Kurt Machens muss gehen. Quelle: Gossmann
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Hannover

Amtsinhaber Kurt Machens erzielte 41,7 Prozent, der dritte Bewerber, Andreas Tute von der „Bürgerbewegung pro Deutschland“, kam auf 5,3 Prozent.

Der Ausgang der Wahl in Hannovers Nachbarstadt ist überraschend, weil der frühere CDU-Mann Machens, der seit 2005 als hauptamtlicher Oberbürgermeister die Stadt regiert, als äußerst beliebt galt. Selbst die Affäre um seinen Spendensammelverein „Pecunia non olet“ konnte die Popularität des gelernten Chirurgen nicht trüben, obwohl sie ihn 2002 das damals ehrenamtliche Oberbürgermeisteramt kostete und ihm 2007 eine Verurteilung wegen Untreue einbrachte. Als souveräner und überaus selbstbewusster Oberbürgermeister lag der 59-jährige Machens nicht selten mit den Ratsfraktionen im Clinch, sodass sich CDU, SPD und die Grünen auf einen außergewöhnlichen Schritt verständigten: Sie ließen mit einer Findungskommission nach einem gemeinsamen Kandidaten suchen, der den populären Rathauschef aus dem Amt kegeln sollte. Mit Ingo Meyer, einem gebürtigen Hildesheimer, der als Wirtschaftsanwalt in Frankfurt arbeitet, wurden sie fündig.

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Meyer zeigte am Sonntagabend Genugtuung über seinen Wahlssieg. „Ich habe in den letzten Wochen aus allen Ecken Zuspruch erfahren und von vielen gehört, dass Hildesheim dringend einen Wechsel braucht“, sagte der 44-Jährige. Der Wahlkampf in der Domstadt war durch spannende Diskussionen gezeichnet, in der sich vor allem Machens und Meyer duellierten. Der Wechsel im Oberbürgermeisteramt soll am 1. Februar 2014 geschehen.

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