Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Niedersachsen Neuer SPD-Bezirkschef will Fläche stärken
Nachrichten Politik Niedersachsen Neuer SPD-Bezirkschef will Fläche stärken
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:19 01.11.2009
Der neue SPD Bezirksvorsitzende Stefan Schostok. Quelle: lni
Anzeige

„Wir brauchen eine ganz stark demokratisch geprägte Willensprägung von den Ortsvereinen über die Unterbezirke über Landespartei bis zum Bund. Da muss mehr Transparenz rein“, sagte Schostok. Die Gründung des Landesparteirates, in dem 100 Delegierte der Unterbezirke über Parteifragen debattieren und den Landesvorstand beraten, gehe in die richtige Richtung. „Das ist das transparenteste Verfahren für Ortsvereine und Mitglieder überhaupt.“ Der Landesparteirat war 2008 ins Leben gerufen worden.

„Meine Überlegung ist, die Dezentralisierung sehr viel stärker auszubauen“, betonte Schostok. Da Wahlkampf lokal geführt werde, müsste bis zu „zwei Drittel“ des Parteipersonals „in den Unterbezirken sein“.

Anzeige

Nach der verheerende SPD-Schlappe bei der Bundestagswahl sei es mehr denn je nötig, über die Parteistrukturen zu reden. „Wir brauchen eine Parteireform im größeren Kontext.“ Beim Landesparteitag am 29. Mai in Stade soll die Finanz- und Personalhoheit von den Bezirken auf den Landesverband übertragen werden. „Das wäre das Ziel“, sagte Schostok. Dann könnten Aufgaben effizienter erledigt werden.

Die Bezirke sollten aber „ein, zwei Funktionen auf jeden Fall“ behalten. Zum einen die regionale Listenaufstellung. „Sie kennen sich in ihrem Bereichen am besten aus.“ Zum anderen sollten die Bezirke auch weiterhin die Verteilung von Ressourcen steuern. „Man muss sicherstellen, dass es überall in der Fläche Angebote gibt.“

Sein Ziel sei es, „die SPD zu einer sehr programmatisch ausgerichteten und der Gesellschaft zugewandten Partei zu machen“, sagte Schostok. Vieles, was abhanden gekommen sei, müsse wieder neu entwickelt werden. „Die Herausforderung ist ähnlich wie zu Beginn der 80er Jahre: Eine SPD, die auf fast allen Ebenen in der Opposition ist, dort wieder herauszuführen. Das ist keine Aufgabe für zwei Jahre.“

lni