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Niedersachsen Niederländer sollen Niedersachen helfen
Nachrichten Politik Niedersachsen Niederländer sollen Niedersachen helfen
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07:23 16.03.2012
Bisher gibt es zu wenige deutsche Windparks wie diesen vor der Insel Borkum. Quelle: dpa
Kiel

„Die Regierung der Niederlande ist als Gesellschafter von Tennet verpflichtet, ihr Unternehmen so auszustatten, dass es seinen Verpflichtungen nachkommen kann“, erklärte Niedersachsens Umweltminister Stefan Birkner am Donnerstag. Auch die Konferenz der norddeutschen Ministerpräsidenten beschäftigte sich gestern mit dem Ausbau der Windparks in der Nordsee und dem Bau neuer Stromleitungen. Dies sei eine „nationale Aufgabe“, meinten die Ministerpräsidenten von Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern, sowie die Bürgermeister aus Hamburg und Bremen.

Nach den Worten von Birkner muss die Firma Tennet Investitionen von 15 Milliarden Euro tätigen, vor allem für die Netzanschlüsse der Windparks in der Nordsee und für neue Hochspannungsleitungen, die den Strom von der Küste nach Süddeutschland führen. Lediglich ein Drittel der Summe sei bisher angewiesen. „Tennet ist aber verpflichtet zu investieren“, betont der Umweltminister. Daran müsse die holländische Regierung erinnert werden. Auf der anderen Seite, so fügt Birkner hinzu, könnten die Behörden in Niedersachsen Hilfestellung bei der Frage leisten, ob Tennet sich gegen den Ausfall eines Stromnetzes versichern könne.

Unter anderem wegen fehlender Entscheidungen für die Netzanschlüsse gerät der Ausbau der Offshore-Windparks ins Stocken. Vor der deutschen Küste arbeiten bisher zwei Windparks mit einer Leistung von 155 Megawatt. Ziel ist es, 10 000 Megawatt aufzubauen – die Nennleistung von acht bis zehn Atomkraftwerken.

Ulrich Metschies und Klaus Wallbaum

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