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Nachrichten Politik Niedersachsen Niedersachsen-SPD kürt Weil zum Spitzenkandidaten
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12:54 08.07.2012
Stephan Weil ist Spitzenkandidat der Niedersachsen-SPD, Doris Schröder-Köpf steht auf Platz 12 der Landesliste. Quelle: dpa
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Hameln

Die Niedersachsen-SPD hat Hannovers Oberbürgermeister Stephan Weil zum Herausforderer von Ministerpräsident David McAllister (CDU) bei der Landtagswahl Anfang 2013 bestimmt. Die Delegierten wählten Weil am Samstag in Hameln fast einstimmig auf Platz eins der Landesliste und bestätigten den 53-jährigen als Landeschef der Partei im Amt. Die prominenteste SPD-Bewerberin für ein Landtagsmandat in Niedersachsen, Doris Schröder-Köpf, Ehefrau des Altkanzlers Gerhard Schröder, geht auf Platz zwölf der Landesliste ins Rennen.

„Die Niedersachsen SPD ist bestens gerüstet für den Wahlkampf und die Regierungsübernahme“, sagte der Bundesvorsitzende Sigmar Gabriel nach Parteiangaben. Nach einer Umfrage vom Mai käme eine rot-grüne Koalition in Niedersachsen auf eine eigene Regierungsmehrheit. Allerdings liegt Weil in Umfragen bislang bei der Beliebtheit deutlich hinter Amtsinhaber McAllister.

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Weil schwor seine Partei auf Sieg ein. „Die SPD ist wieder die stärkste politische Kraft in Niedersachsen“, sagte er in Hameln. Bei einer Regierungsübernahme werde die SPD sich für eine bessere Kinderbetreuung, mehr Ganztagsschulen und die Abschaffung der Studiengebühren einsetzen. Die schwarz-gelbe Landesregierung befinde sich im Sinkflug und hinke bei buchstäblich allen Zukunftsthemen hinterher.

„Das ist die wichtigste Landtagswahl auch für die Bundes-SPD“, sagte SPD-Bundesfraktionsvize Hubertus Heil. Ein Sieg in Hannover wäre eine wichtige Etappe zum Machtwechsel auch in Berlin, betonte Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig (SPD). „Lasst diese Wahl den ersten Schlussschritt der Merkel-Regierung werden.“

Einen Missklang gab es beim Einstieg von Doris Schröder-Köpf in die Landespolitik: Sie fuhr mit 18 Nein-Stimmen das mit Abstand schlechteste Ergebnis aller Kandidaten für die Landesliste ein. Die 48-Jährige nahm es gelassen: „Ich habe 90 Prozent, das ist ein glänzendes Ergebnis.“ Hintergrund war möglicherweise ein Streit in ihrem Wahlkreis Hannover-Döhren, wo die Ortsvereine lieber ihre Konkurrentin, die langjährige Landtagsabgeordnete Sigrid Leuschner, vorne gesehen hätten.

dpa

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