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09:40 16.02.2012
Von Karl Doeleke
Kriminalität in Niedersachsen geht zurück. Quelle: Symbolbild
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Hannover

„Das ist die beste Statistik meiner Amtszeit“, sagte Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann am Dienstag in Hannover bei der Vorlage der Kriminalitätsstatistik für das Jahr 2011. Bei einer nahezu gleich bleibend hohen Aufklärungsquote sei ein deutlicher Rückgang der Straftaten zu verzeichnen. Nahezu sechs von zehn registrierten Delikten konnten geklärt werden.  „Niedersachsen wird noch sicherer“, sagte der CDU-Minister, der seit 2003 im Amt ist. Schünemann lobte die „hervorragende Polizeiarbeit“ und sprach davon, dass sich das Land bei der Aufklärungsquote im Bundesvergleich „in der Champions League“ bewege.

Gerade bei den schwer aufzuklärenden Straftaten wie schwerer Diebstahl habe die Polizei besondere Erfolge vorzuweisen. Die schweren Diebstähle – dazu gehören Wohnungseinbrüche – seien erstmals unter die Zahl von 100.000 Fällen gerutscht. Zugleich hat die Polizei nahezu jeden vierten schweren Diebstahl aufgeklärt. „Damit sind wir im Bundesvergleich sicherlich absolute Spitze.“

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Die SPD-Fraktion im Landtag reagierte mit Spott auf den offenbar nicht abzustreitenden Erfolg des Innenministers: „Die Statistik belegt eine gute Polizeiarbeit trotz Schünemann“, sagte der Innenpolitiker Klaus-Peter Bachmann. Schünemann habe zu verantworten, dass die Stimmung unter den Beamten schlecht sei. Nach Auffassung der Grünen ist die Aufklärungsquote allein kein Maßstab für die Qualität der inneren Sicherheit. „Die Zielvorgabe einer hohen Quote hält die Polizei davon ab, Komplexe und schwierige Fälle anzugehen“, sagte Meta Janssen-Kucz. Die Linke Pia Zimmermann lobte die „gute Arbeit“ der Polizisten und forderte mehr Beförderungen, um den Beruf attraktiver zu machen.

Klaus Wallbaum 15.02.2012
Michael B. Berger 13.02.2012