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16:02 11.07.2013
Foto: Einen Monat hat Niedersachsen noch, um 3000 Kita-Plätze für Unter-Drei-Jährige zu schaffen. Ansonsten wird das selbst gesteckte Ziel verfehlt.
Einen Monat hat Niedersachsen noch, um 3000 Kita-Plätze für Unter-Drei-Jährige zu schaffen. Ansonsten wird das selbst gesteckte Ziel verfehlt. Quelle: dpa
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Hannover

Zweieinhalb Wochen vor dem 1. August fehlen in Niedersachsen noch mehr als 3000 Krippenplätze für Kleinkinder bis drei Jahre. Nach einer Vereinbarung zwischen Land und Kommunen müssten zu diesem Stichtag 62.000 Plätze zur Verfügung stehen. Derzeit sind es erst gut 58.600. „Landesweit sind wir auf einem guten Weg, das mit den Kommunen vereinbarte Ziel zu erreichen“, teilte am Donnerstag der Staatssekretär im Kultusministerium in Hannover, Peter Bräth, mit. In Niedersachsen stehen den Trägern noch 25 Millionen Euro an Bundes- und Landesmitteln für weitere Plätze zur Verfügung.

Auf dem Land erwarte die Landesregierung kaum Probleme. Ob auch in den Städten und den Ballungsgebieten die Quote erfüllt werden könne, sei abzuwarten, sagte Bräth: „Regionale Ungleichgewichte können auftreten.“ Bis 2017 will das Land weitere 5000 Krippenplätze schaffen.

Das Angebot von 62.000 Plätzen entspricht einer Versorgungsquote von 35 Prozent, erläuterte eine Sprecherin des Ministeriums. Laut einer bundesweiten Umfrage wünschen sich 39 Prozent der Eltern einen Betreuungsplatz für ihr Kind.

Die Sprecherin betonte, der Ausbau müsse bedarfsgerecht sein; daher hätten sich Land und kommunale Spitzenverbände auf die Zahl von 62.000 Plätzen verständigt. Seit März seien rund 12.000 Krippenplätze für Kinder bis drei Jahre entstanden.

Im Land Bremen mit den Städten Bremen und Bremerhaven gibt es eine Versorgungsquote von 42 Prozent mit insgesamt rund 8900 Plätzen. „Dabei sind die Plätze berücksichtigt, die erst zum Kindergartenjahr zur Verfügung stehen“, sagte ein Sprecher der Bremer Sozialsenatorin.

Nach Einschätzung von Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) werden die Länder zum 1. August ausreichend Kita-Plätze für Unter-Drei-Jährige zur Verfügung stellen.

dpa

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