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Niedersachsen Niedersachsen gibt wenig Geld für Schüler aus
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16:47 22.04.2010
Quelle: dpa
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Niedersachsen gibt wenig Geld für Schüler aus: Wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte, zahlt das Land für die Ausbildung seiner Schüler an allgemeinbildenden Schulen durchschnittlich 5000 Euro. Dies sind 400 Euro weniger als der Schnitt aller Bundesländer.

Die meisten Mittel je Schüler wandte Thüringen auf (6800 Euro). Das wenigste Geld zahlten Nordrhein-Westfalen, das Saarland und Schleswig-Holstein (je 4900 Euro). In diesen Beträgen sind die Kosten für Personal, laufenden Sachaufwand und Investitionen enthalten. Bremen liegt mit 5400 Euro genau im Bundesdurchschnitt.

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Bei den Berufsschülern liegt Niedersachsen mit Ausgaben von 3800 Euro pro Jahr und Kopf dagegen 200 Euro über dem Schnitt. Das meiste Geld gab in diesem Bereich Hamburg aus (4400 Euro je Berufsschüler), das wenigste Mecklenburg-Vorpommern (2500 Euro).

Bei den Pro-Kopf-Ausgaben für Schüler aller öffentlichen Schulen zusammen rangierte Niedersachsen im Jahr 1995 mit 4500 Euro noch deutlich über dem damaligen Bundesdurchschnitt von 4300 Euro. Während die Aufwendungen deutschlandweit seither jedoch um durchschnittlich 700 Euro auf zuletzt 5000 Euro pro Schüler geklettert sind, stieg der Betrag in Niedersachsen bis 2007 nur um 300 auf 4800 Euro. Damit rangiert das Land auf dem viertletzten Platz unter den 16 Bundesländern.

Besonders groß ist der Abstand bei den Gymnasiasten. Während im Bundesdurchschnitt für jeden angehenden Abiturienten pro Jahr 5600 Euro aufgewendet werden, gibt Niedersachsen nur 5100 Euro aus. Bei den Grundschülern (4000 Euro) beträgt der Rückstand 200, bei den Hauptschülern (5900) 100 Euro. Nur für die Ausbildung der Realschüler gibt Niedersachsen mit 4600 Euro pro Jahr genauso viel aus wie der Schnitt aller anderen Länder.

dpa

22.04.2010
Margit Kautenburger 22.04.2010