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13:32 15.04.2013
Niedersachsens Wissenschaftsministerin Gabriele Heinen-Kljajic.
Niedersachsens Wissenschaftsministerin Gabriele Heinen-Kljajic. Quelle: dpa
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Hannover

Niedersachsens Wissenschaftsministerin Gabriele Heinen-Kljajic will mit Hilfe einer Quote mehr Frauen in die Top-Positionen der Hochschulen befördern. Angestrebt sei eine Zielquote von 40 Prozent für alle wichtigen Steuerungsgremien, sagte die Grünen-Politikerin. „Auch die Hochschulen sind ganz klar männerdominiert. Je höher die Positionen werden, desto dünner ist der Frauenanteil“, betonte die Ministerin. Wirtschaft und Hochschulen nehmen sich aus ihrer Sicht in diesem Punkt nicht viel. Unter den Professoren lag der Frauenanteil bundesweit Ende 2011 bei knapp 20 Prozent. Niedersachsen steht mit einer Quote von 23,4 Prozent ein wenig besser da.

Das Thema Frauenquote in der Wissenschaft wird seit Jahren kontrovers diskutiert. Die Präsidentin der Uni Göttingen, Prof. Ulrike Beisiegel, plädiert für eine Veränderung der Kultur, sieht die Quote aber skeptisch. „Gemischte Teams arbeiten immer am besten und Frauen in Führungspositionen geben der Einrichtung oft ein ganz anderes Gesicht. Eine Frauenquote ist für mich dabei nicht unbedingt nötig“, sagte die Biochemikerin.

Neben der Quote von 40 Prozent für die Führungsebene will Heinen-Kljajic gemeinsam mit den Hochschulen prüfen, wie sich das sogenannte Kaskaden-Modell umsetzen lässt. Dabei geht es darum, auf jeder Hierarchieebene den Frauenanteil zu erreichen, der auf der darunter liegenden Ebene besteht. Wenn etwa im Fachbereich BWL der Frauenanteil bei den Studienabsolventen bei 60 Prozent liegt, muss dieser Anteil auch bei den Doktoranden angestrebt werden. „Das ist ein kompliziertes Verfahren, deshalb wollen wir das in enger Abstimmung mit den Hochschulen machen“, kündigte die Ministerin an.

Bei den Abschlüssen liegen die Studentinnen in Niedersachsen schon deutlich vor ihren männlichen Kollegen. 57,5 Prozent der Studienabsolventen 2011 waren Frauen - deutlich mehr als im Bundesschnitt (53,9 Prozent). 

dpa

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