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Niedersachsen Niedersachsen pocht auf Ausbau von Wasserstraßen
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13:39 19.07.2012
Der niedersächsische Wirtschaftsminister Jörg Bode will den Ausbau von Wasserstraßen in Niedersachsen vorantreiben. Quelle: dpa
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Hannover

Niedersachsen pocht trotz Berliner Sparpläne auf verstärkte Investitionen in die norddeutschen Wasserstraßen. Angesichts steigender Gütermengen in den Seehäfen müsse der Ausbau von Flüssen und Kanälen im Hinterland vorangetrieben werden, sagte Wirtschaftsminister Jörg Bode (FDP) am Donnerstag im Landtag in Hannover. Wichtigstes Projekt sei der Elbe-Seiten-Kanal mit einem Neubau des Schiffshebewerks in Scharnebeck bei Lüneburg. Bei der Einstufung der Ausbauwürdigkeit der Wasserstraßen habe Niedersachsen sich beim Bund erfolgreich dafür eingesetzt, dass nicht alleine die Tonnage berücksichtigt wird. Diese spielt beim wachsenden Containertransport per Binnenschiff nämlich nicht die Hauptrolle.

Die von der Bundesregierung geplante Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung sieht neben einer Straffung der Behörde eine Konzentration des Ausbaus auf wichtige Güterstrecken vor. Die Opposition warf Bode vor, sich gegen negative Folgen der Reform für Niedersachsen nicht engagiert genug gewehrt zu haben. Bode hielt dem entgegen, dass das Konzept des Bundes auf Initiative Niedersachsens hin gerade auf dem Prüfstand stehe.

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Knackpunkte für Niedersachsen seien neben dem Elbe-Seiten-Kanal der Ausbau der Mittelweser zwischen Bremen und Minden für die künftige Generation größerer Binnenschiffe, sagte Bode. Zwar seien in Minden und Dörverden bereits neue Schleusen gebaut, werde aber bei der Weser selber der Rotstift angesetzt, sei der Fluss künftig für große Schiffe nicht mehr durchgängig befahrbar. Wichtig sei auch der Ausbau der Zufahrt zum Emder Hafens von See aus sowie der Stichkanal nach Salzgitter.

Nicht alle seiner Wasserstraßen wird der Bund bei knappem Geld künftig noch ausbauen können – für die örtliche Wirtschaftsentwicklung aber sind auch die weniger stark befahrenen Flüsse und Kanäle wichtig, wie Parlamentarier aus unterschiedlichen Regionen vorbrachten. Etwa die Oberweser, wo Schwergut und große Bauteile verschifft werden oder der Stichkanal zum Hildesheimer Hafen.

dpa