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Niedersachsen „Der Mauerfall war ein politisches Wunder“
Nachrichten Politik Niedersachsen „Der Mauerfall war ein politisches Wunder“
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16:31 09.11.2014
Ein Trabant fährt über das Gelände der Gedenkstätte „Deutsche Teilung“ in Marienborn.
Ein Trabant fährt über das Gelände der Gedenkstätte „Deutsche Teilung“ in Marienborn. Quelle: Jens Wolf
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Helmstedt/Marienborn

Mit Veranstaltungen in Helmstedt und am ehemaligen DDR-Grenzübergang Marienborn haben Sachsen-Anhalt und Niedersachsen am Sonntag an den Mauerfall vor 25 Jahren erinnert. Die Ministerpräsidenten beider Länder, Stephan Weil und Reiner Haseloff, würdigten die Entschlossenheit und die Zivilcourage der Menschen in der DDR. Ohne sie wäre der 9. November 1989 undenkbar gewesen, sagte der CDU-Politiker Haseloff. Weil (SPD) stellte fest: „Das war ein politisches Wunder.“ Der 9. November 1989 bleibe unvergessen.

Die Feierlichkeiten begannen mit einem ökumenischen Gottesdienst in der St. Stefani-Kirche in Helmstedt. Daran nahmen neben den beiden Regierungschefs evangelische und katholische Bischöfe aus beiden Bundesländern teil, darunter der hannoversche Landesbischof Ralf Meister. Der katholische Magdeburger Bischof Gerhard Feige betonte, der Mauerfall vor 25 Jahren sei ein Grund für große Dankbarkeit. Tausende Menschen besuchten anschließend ein Bürgerfest, auf dem an die Ereignisse vor 25 Jahren erinnert wurde. Auf einer Festmeile präsentierten sich Kommunen und Vereine aus der Region. Musiker, die während der Wendejahre erfolgreich waren, traten auf einer NDR-Bühne auf.

In zahlreichen Veranstaltungen wird heute an die Ereignisse des 9. Novembers 1989 und die Opfer der deutsch-deutschen Teilung erinnert.

Für den Nachmittag war ein Zeitzeugengespräch in der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn geplant. Die an der Autobahn 2 gelegene Gedenkstätte erinnert an den früheren Grenzübergang, der während des Kalten Krieges wichtigster Übergang an der innerdeutschen Grenze war. Marienborn ist vielen Westdeutschen und Westberlinern als Ort in Erinnerung, an dem sie häufig Schikanen von DDR-Grenzern ausgesetzt waren. Die meisten Ostdeutschen bekamen die Anlagen im „Sperrgebiet“ erst nach der Maueröffnung zu sehen. Auf dem Gelände der im August 1996 eröffneten Gedenkstätte sind Sperr- und Kontrollanlagen zu sehen, darunter Wachturm, Passkontrollhäuschen sowie Räume des Zolls.

Niedersachsen hatte von allen westdeutschen Bundesländern mit rund 550 Kilometern die längste gemeinsame Grenze mit der DDR. Sie reichte von Bleckede im Norden die Elbe entlang über Helmstedt und den Harz bis ins Eichsfeld im Süden.

dpa

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