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09:51 04.10.2012
Von Saskia Döhner
„Was Kinder von null bis zehn Jahren lernen, muss als eine Bildungskette verstanden werden, die ineinandergreift“: Kultusministers Bernd Althusmann. Quelle: dpa
Hannover

Wichtig sei es, die „Hürden im Kopf“ abzubauen, erklärte Kultusminister Bernd Althusmann (CDU) bei einem Kongress von rund 800 Erziehern und Grundschullehrern in Hannover. Künftig sollen aus diesem Grund an den Universitäten Oldenburg und Osnabrück Erzieher und Grundschullehrer zusammen ausgebildet werden, kündigte der Minister an.

Durch die bessere Zusammenarbeit soll die frühkindliche Bildung verbessert werden. In diesem Bereich sehen viele Bildungsexperten den wirksamsten Hebel, um Nachteile wie Sprachschwierigkeiten oder Bildungsferne der Eltern früh auszugleichen.

„Der Übergang vom Kindergarten in die Schule muss ohne Brüche funktionieren“, sagte Ministerpräsident David McAllister bei der Tagung am Dienstag. Anders als etwa in Großbritannien gebe es in Deutschland ein Neben- anstatt ein Miteinander. „Das fängt schon bei den unterschiedlichen Trägern an, für die Kitas sind die Kommunen oder freie Träger zuständig, bei den Schulen ist es das Land“, sagte der Ministerpräsident mit schottischen Wurzeln.

An acht Standorten in Niedersachsen ist vor vier Wochen das Modell „Kita und Grundschule unter einem Dach“ gestartet, unter anderem im Kreis Nienburg, in Rosdorf bei Göttingen, im Kreis Lüneburg und im Kreis Schaumburg. Dort arbeiten Erzieher und Grundschullehrer jetzt pädagogisch eng zusammen. Sie erarbeiten gemeinsam Förderpläne. Das Land unterstützt diesen Modellversuch, der wissenschaftlich begleitet wird, mit rund 900.000 Euro.

Althusmann sprach sich zudem für bessere Bedingungen auch bei der Betreuung von unter Dreijährigen aus. „Was Kinder von null bis zehn Jahren lernen, muss als eine Bildungskette verstanden werden, die ineinandergreift.“ McAllister und Althusmann zeigten zwar grundsätzlich Verständnis für eine gerade gestartete Volksinitiative, die kleinere Gruppen in Kindergarten und Krippe und mehr Personal fordert: „Diese Regierung ist offen für eine landesweite Diskussion, um die Rahmenbedingungen in den Kitas zu verändern“, sagte McAllister.

Althusmann warnte jedoch vor den Kosten. Die Einführung einer dritten Betreuungskraft pro Krippengruppe würde das Land 100 Millionen Euro kosten. „Auch in Wahlkampfzeiten sollte man nur versprechen, was man hinterher einlösen kann“, sagte Althusmann.

Zur Feier des Tags der Deutschen Einheitreist Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister (CDU) an diesem Donnerstag nach London. Während der zweitägigen Reise ist auch ein Gespräch mit dem britischen Premier David Cameron geplant und ein Besuch des Bentley-Werks in Crewe. Es ist die letzte Auslandsreise McAllisters vor der Landtagswahl im Januar.

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