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Niedersachsen Niedersachsens Unis winken Millionen
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09:23 06.07.2012
Von Klaus Wallbaum
Niedersachsens Wissenschaftsministerin Johanna Wanka startet einen neuartigen Wettbewerb unter den Hochschulen des Landes. Den Unis winken Millionen. Quelle: dpa
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Hannover

Knapp 20 Millionen Euro stehen dafür in den Jahren 2012 bis 2017 zur Verfügung. Das Geld kommt vor allem aus dem „Niedersächsischen Vorab“ der Volkswagenstiftung. Das Land Niedersachsen ist verpflichtet, einen bestimmten Anteil seiner Dividenden aus dem Landeseigentum an VW der Volkswagenstiftung zu überweisen. Dieses wird dann als Vorab für soziale, kulturelle und wissenschaftliche Zwecke ausgegeben. Wegen des Höhenflugs der VW-Aktie sind die Dividendeneinnahmen des Landes so hoch wie nie, und für das Vorab stehen im Herbst dieses Jahres deshalb 87 Millionen Euro zur Verfügung – wesentlich mehr als bisher.

Wanka hat sich nun für einen neuen Weg entschieden, das Kabinett hat nach Informationen dieser Zeitung auch schon seine Zustimmung gegeben: Es soll ein Wettbewerb beginnen. Alle Hochschulen können Förderanträge stellen und müssen erläutern, für welche bedeutsamen Forschungsprojekte sie Unterstützung haben möchten. Die Ergebnisse der Ausschreibung sollen dann von einem Gutachterkreis, der aus international anerkannten Wissenschaftlern verschiedener Fachrichtungen besteht, bewertet werden.

Wer anschließend den Zuschlag bekommt, kann zunächst bis zu sechs Millionen Euro für drei Jahre erhalten, eine Verlängerung um zwei Jahre ist anschließend möglich. Das Geld kann für neue Technik, für neue Mitarbeiter oder bestimmte Aufwendungen wie Fachkongresse ausgegeben werden. Außerdem will das Land auch die Förderung der Promotion von Nachwuchswissenschaftlern weiter ausbauen – auch dafür soll Geld aus dem Vorab der Volkswagenstiftung fließen.

Voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte soll die Ausschreibung beginnen, Anfang 2013 könnten die ersten Begutachtungen abgeschlossen sein und Entscheidungen fallen. Das Programm ist auch ein Ausgleich für das schlechte Abschneiden Niedersachsens bei der jüngsten „Exzellenz-Initiative“ auf Bundesebene. Dort hatte Göttingen den Titel der Elite-Uni eingebüßt, mehrere erfolgversprechende Anträge von Hochschulen waren nicht berücksichtigt worden. Das gilt etwa für den Exzellenz-Cluster „Quest“ der Uni Hannover. Das Scheitern im Bundeswettbewerb war in den meisten Fällen auch mit finanziellen Einbußen bei der Förderung verbunden. Der Landeswettbewerb bietet nun die Chance auf Zuschüsse in bescheidenerem Umfang.

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