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Niedersachsen FDP vermisst die Bühne der Bundespolitik
Nachrichten Politik Niedersachsen FDP vermisst die Bühne der Bundespolitik
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08:45 21.03.2014
Von Klaus Wallbaum
Stefan Birkner, Generalsekretär des FDP-Landesverbandes Niedersachsen bei einer Rede im niedersächsischen Landtag. Quelle: Holger Hollemann
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Hannover

Die niedersächsische FDP leidet unter den Folgen der Wahlniederlage bei der Bundestagswahl. „Die Befürchtungen haben sich bewahrheitet: Uns fehlt die Bühne der Bundespolitik in der Wahrnehmung“, sagte der Landesvorsitzende Stefan Birkner. Wenn die Große Koalition in Berlin eine Reform beschlossen habe, etwa in der Rentenpolitik, würden zuerst die Berliner Oppositionsparteien dazu befragt, also Linkspartei und Grüne. Die außerparlamentarische FDP habe dabei oft das Nachsehen. „Selbst Wolfgang Kubicki und Christian Lindner haben Mühe, für ihre Positionen Aufmerksamkeit zu finden.“ In den Umfragen zeige sich, dass die FDP nicht von den Fehlern der Großen Koalition profitieren könne.

Am Wochenende wählt die niedersächsische FDP ihre Parteiführung neu, Birkner tritt ebenso wieder an wie seine drei Stellvertreter - Jörg Bode aus Celle, Angelika Brunkhorst aus Oldenburg und Petra Enß aus Hannover. Auch Generalsekretär Gero Hocker aus Achim kandidiert wieder. Birkner beklagt eine Unterrepräsentanz von Frauen in der Partei. Eine Quote als Antwort darauf lehne er ab, möglich aber sei, die aktiven FDP-Frauen stärker als bisher zu präsentieren. Auf eine Frau kommen in der FDP-Mitgliederschaft drei Männer. Die Freien Demokraten in Niedersachsen haben derzeit zwischen 5600 und 5700 Mitglieder, in den vergangenen Monaten wurde ein leichter Anstieg festgestellt.

Saskia Döhner 20.03.2014
Klaus Wallbaum 19.03.2014