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Niedersachsen Landespolitik will Jobs bei VW sichern
Nachrichten Politik Niedersachsen Landespolitik will Jobs bei VW sichern
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00:17 13.09.2017
Von Heiko Randermann
Der Autobauer Volkswagen erwägt eine umfassende Restrukturierung und den Verkauf von Konzernteilen. Quelle: Dpa
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Hannover

Müller hatte in einem Interview mit dem "Wall Street Journal" gesagt, dass das Unternehmen seinen Umbau nicht auf die lange Bank schieben wolle. Es werde aktiv am Verkauf mehrerer Bereiche gearbeitet, die nicht zum Kerngeschäft des Konzerns gehören. Dabei soll es um ein Fünftel des Gesamtumsatzes von VW gehen, das entspricht etwa 40 Milliarden Euro.

"Unternehmerisch kann ich das verstehen", sagte Dirk Toepffer, wirtschaftspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion im Landtag. Doch klar müsse sein, was unter dem Kerngeschäft zu verstehen ist, auf welches der Konzern sich zu konzentrieren habe: "Es ist im Kern ein niedersächsisches Unternehmen und es geht darum, den niedersächsischen Standort stark zu machen. Man muss hier vorsichtig agieren." Die Verschlankung der Unternehmensstrukturen dürfe auf keinen Fall zulasten der niedersächsischen Standorte oder der Beschäftigten gehen.

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Gerd Will, wirtschaftspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, mahnte den Konzern, über die Zukunftspläne nicht vorliegende Aufgaben zu vergessen. "Der Vorstand von VW ist gut beraten, die alten Probleme gut zu regeln", sagte Will. So müsse sich die Firma etwa beim Thema Umrüstung stärker engagieren. Die Umbaupläne des Konzerns seien derzeit noch vage, grundsätzlich müsse man aber immer darauf achten, dass Arbeitsplätze und Mitbestimmungsstrukturen bei den Reformen nicht leiden.

Jörg Bode, wirtschaftspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion, sagte, die Erwägungen des VW-Vorstandes seien aus dem laufenden operativen Geschäft leichter zu beurteilen als von außen. Für das Land als Anteilseigner  gebe es aber eine klare Richtlinie für den weiteren Unternehmenskurs: "Niedersachsen sollte genau prüfen, welche Auswirkungen das für die Wertschöpfung und die Arbeitsplätze in Niedersachsen und in Deutschland hat."