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Niedersachsen Meister fordert Abschluss des Islamvertrages
Nachrichten Politik Niedersachsen Meister fordert Abschluss des Islamvertrages
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22:02 18.04.2016
Von Michael B. Berger
Landesbischof Ralf Meister. Quelle: dpa
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Hannover

„Wir brauchen Verträge, die mit einer breiten Mehrheit die islamischen Gemeinschaften anerkennen und sich mit ihnen über Rechte und Pflichten in unserem Staat verständigen.“ Meister sieht mit Sorge, dass Parteien wie die AfD fordern, islamische Symbole in der Öffentlichkeit zu verbieten. Der Landesbischof kritisierte in einer am Montagabend verschickten Pressemitteilung solche Vorstöße: „Die evangelischen Kirchen stehen zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung unseres Landes und damit zur Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sowie der ungestörten Religionsausübung. Wir erwarten von allen Parteien, Religionen und Weltanschauungsgemeinschaften, dass sie sich ohne Einschränkung zum Grundgesetz und damit zum liberalen Rechtsstaat bekennen.“ Unter dieser Voraussetzung sei es „befremdlich und zugleich gefährlich, in irgendeiner Weise die freie Religionsausübung einschränken zu wollen“. Die Erfahrungen in vielen Gemeinden der Landeskirche zeigten, dass interreligiöse Begegnungen gelingen würden, wenn sie sensibel und respektvoll geprägt seien.

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